Asfinag will bis 2030 stromautark sein

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Check-List Redaktion

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Fokus soll auf Ausbau von Photovoltaik liegen – Asfinag will Energiebedarf um 20 Prozent verringern

Bis 2030 will die staatliche Autobahnholding Asfinag bilanziell stromautark sein, wie sie am Montag 15. Mai in einer Aussendung mitteilte. Daf√ľr wolle man den gesamten j√§hrlichen Energiebedarf um ein F√ľnftel reduzieren und die eigene Stromerzeugung mit erneuerbaren Energiequellen zu einer Leistung von 100 Megawatt ausbauen. Der Fokus bei der Stromerzeugung liege dabei auf Photovoltaikanlagen, so Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagl.

Momentan habe die Asfinag einen j√§hrlichen Energieverbrauch von √ľber 220 Gigawattstunden (GWh), rund 135 GWh entfallen auf Strom. Der Gro√üteil flie√üe in die Stra√üeninfrastruktur, das meiste davon in die Beleuchtung sowie in die Betriebs- und Sicherheitsausr√ľstung der Autobahntunnel. 3,7 GWh an erneuerbarer Energie produziere die Asfinag zur Eigenversorgung mit rund 30 Anlagen aktuell selbst.

Neben Wind- und Wasserkraft soll vor allem Solarenergie ausgebaut werden. “Wir setzen bei der Eigenerzeugung von gr√ľnem Strom vorrangig auf Photovoltaik”, sagte Hufnagl. “Dazu nutzen wir auch unsere L√§rmschutzw√§nde und k√∂nnen damit eine zus√§tzliche Fl√§chenversiegelung vermeiden.” Bis zu einem Zehntel der PV-Anlagen sollen laut Ausschreibung auf L√§rmschutzw√§nden montiert werden, diese sollen eine Leistung von rund 10 Megawatt erreichen. “Bei Photovoltaik auf L√§rmschutz bringen wir nach erfolgreichen Tests noch heuer das erste zukunftsweisende Projekt dieser Art auf den Weg”, so Hufnagl.

Die Energiestrategie der Asfinag zeige, wie sich die Energiewende im Unternehmen “auf vielen Ebenen” lohne, sagte Umweltministerin Leonore Gewessler (Gr√ľne) in der Aussendung. “Einerseits werden bestehende Fl√§chen doppelt genutzt, wenn auf L√§rmschutzw√§nden oder Rastpl√§tzen mittels Photovoltaik Energie produziert wird. Andererseits kann der Strom lokal verwendet werden und st√§rkt damit die Unabh√§ngigkeit.”

APA/Red.

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