Energiekrise bremste Energiegemeinschaften kurzfristig aus

energieagentur: Mit Sinken der Einspeiseverg%C3%BCtungen steigt Interesse wieder - %C3%96sterreichweit derzeit 1.600 Energiegemeinschaften

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Check-List Redaktion

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Die Energiekrise mit “verr├╝ckt spielenden Preisen” hat Energiegemeinschaften, in denen Haushalte, Unternehmen und Gemeinden Strom teilen k├Ânnen, vergangenes Jahr kurzfristig ausgebremst. Wenn Produzenten von Photovoltaik-Strom wie Ende 2022 einen Marktpreis von 52 Cent pro Kilowattstunde (KWh) erhalten, sei das Interesse niedrig, diesen Strom mit Nachbarn, die im Schnitt 30 Cent f├╝r eine KWh zahlten, zu teilen, sagte Angela Holzmann von der ├Âsterreichischen Energieagentur.

Das hei├čt, f├╝r Betreiber von PV-Anlagen sei kurzfristig au├čerhalb einer Energiegemeinschaft ein h├Âherer Ertrag m├Âglich gewesen, langfristig profitieren in Energiegemeinschaften jedoch sowohl deren erzeugende als auch die Strom verbrauchenden Mitglieder, erkl├Ąrte Holzmann am Mittwoch in einem Webinar f├╝r Journalisten. Mit dem Sinken der Einspeiseverg├╝tungen unter das Niveau der Strombezugspreise kehre nun auch das Interesse zur├╝ck.

Das Modell habe daher gro├čes Potenzial f├╝r die Zukunft, sagte Holzmann. Ab 2024 wird es zudem m├Âglich sein, bei mehreren lokalen oder regionalen Energiegemeinschaften Mitglied zu sein. Innerhalb der Grundst├╝cksgrenzen sind Energiegemeinschaften in ├ľsterreich bereits seit 2017 m├Âglich, seit Ende 2021 auch innerhalb einer Trafostation oder eines Umspannwerks. Innerhalb der EU habe ├ľsterreich eine Vorreiterrolle eingenommen, andere L├Ąndern w├╝rden erst jetzt beginnen, die EU-Richtlinien umzusetzen.

In Energiegemeinschaften fallen f├╝r den selbst erzeugten Strom keine oder nur reduzierte Netzkosten an. Voraussetzung ist ein digitaler Stromz├Ąhler (Smart Meter). ├ľsterreichweit gibt es derzeit rund 1.600 Energiegemeinschaften, davon etwa 1.000 gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen auf D├Ąchern von Mehrparteienh├Ąusern und rund 600 lokale oder regionale erneuerbare Energiegemeinschaften.

Ziel von Energiegemeinschaften sei es, das Stromnetz zu entlasten, indem der Strom dort verbraucht werde, wo er auch erzeugt wird und man zum Beispiel die W├Ąsche w├Ąscht, wenn die Sonne scheint, erkl├Ąrte Holzmann. B├╝rgerinnen und B├╝rger k├Ânnten so an der Energiewende teilhaben. Um die Gr├╝ndung zu erleichtern, gibt es eine Koordinierungsstelle des Klima- und Energiefonds mit Mustervertr├Ągen und Info-Material.

APA/Red.

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