Erdölkonzerne unter Betrugsverdacht

Deutsches Umweltbundesamt ermittelt bei Klimaschutzprojekten in China

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Check-List Redaktion

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Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) prüft Hinweise auf möglichen Betrug. Es geht um Klimaschutzprojekte, mit denen Mineralölkonzerne ihre Klimabilanz verbessern wollen. Die Hinweise kamen von Whistleblowern, die die Behörde über mögliche Betrugsfälle bei Projekten in China informierten. Beweise gebe es bisher nicht, aber die Untersuchungen seien auch „längst noch nicht abgeschlossen“, teilte ein Sprecher des Umweltbundesamtes mit. Das Amt hat bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Zunächst hatte das ZDF über mutmaßliche Betrugsfälle berichtet: In der ZDF-Sendung „Frontal“ erklärte UBA-Präsident Dirk Messner: „Es könnte sein, dass wir es mit einer Handvoll Anträgen zu tun haben, die gefälscht worden sind.”

Projekte zur Minderung von Emissionen dienen der Mineralölindustrie dazu, gesetzliche Klimaschutzauflagen zu erfüllen. Eine Fälschung von Projekten könnte bedeuten, dass die Klimabilanz des deutschen Verkehrssektors noch schlechter ist als bisher angenommen.

APA/red

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