Erneuerbare-Energien-Richtlinie tritt in Kraft

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Check-List Redaktion

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Mitgliedstaaten haben 18 Monate Zeit, die Vorgaben in nationales Recht umzusetzen

Ziel der Richtlinie ist es, den Anteil alternativer Energiequellen am Gesamtenergieverbrauch der EU bis 2030 auf mindestens 42,5 Prozent zu steigern. Die Mitgliedstaaten haben jetzt 18 Monate Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

Zielvorgaben fĂŒr Verkehr, Industrie, GebĂ€ude sowie FernwĂ€rme und -kĂ€lte sind in der Regelung enthalten. Sie ist Teil des EU-Klimapakets Fit for 55. Ziel ist eine klimaneutrale EU bis 2050, um die Folgen der Erderhitzung einzudĂ€mmen. Enthalten ist auch ein zusĂ€tzliches Richtziel von 45 Prozent. Dieses Top-up soll durch freiwillige BeitrĂ€ge der Mitgliedsstaaten oder durch gesamteuropĂ€ische Maßnahmen erreicht werden.

Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) sieht in der neuen EU-Richtlinie „einen Meilenstein fĂŒr die Energiewende“. Mehr Klimaschutz und weniger AbhĂ€ngigkeit von fossilen EnergietrĂ€gern wĂŒrden damit von der EU konsequent verfolgt. „Die EU macht Tempo! Klare und knappe Fristen fĂŒr einen deutlich rascheren Fortschritt beim Ausbau der erneuerbaren Energien charakterisieren die neue Richtlinie. Europa will aus gutem Grund viel mehr davon innerhalb kĂŒrzerer Zeit“, kommentierte Martina Prechtl-Grundnig, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des EEÖ.

Die IG Holzkraft begrĂŒĂŸt die neue Richtlinie und fordert eine möglichst rasche Umsetzung in nationales Recht. „Das gilt sowohl fĂŒr sehr positiv besetzte Themen, wie die schnelleren Genehmigungsverfahren, als auch fĂŒr eher herausfordernde Themen, wie die ĂŒberarbeiteten Nachhaltigkeitskriterien fĂŒr Biomasse“, so GeneralsekretĂ€rin Eva Talic.

Laut dem im Sommer prĂ€sentierten Entwurf des Nationalen Energie- und Klimaplans (NEKP) wĂŒrde Österreich die EU-Klimazielsetzungen derzeit noch klar verfehlen. Mit den nationalen PlĂ€nen mĂŒssen alle EU-Staaten ihren Weg zu den gemeinsamen Zielen der EU beschreiben. FĂŒr Österreich bedeutet das: Die Treibhausgasemissionen außerhalb des EU-Emissionshandels mĂŒssen bis 2030 um 48 Prozent gegenĂŒber 2005 sinken.

apa

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