Österreichs verschwenderische Küche

Jedes Jahr landen 521.000 Tonnen frische Lebensmittel im Müll.

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Check-List Redaktion

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In jedem österreichischen Haushalt werden jährlich 133 Kilo – insgesamt 521.000 Tonnen – Lebensmittel weggeworfen. Das entspricht einem Wert von bis zu 800 Euro pro Haushalt.

Am häufigsten verabschieden sich Brot, Süß- und Backwaren vorzeitig vom Kühlschrank oder dem Speisekabinett. Gemeinsam mit Obst und Gemüse machen diese mehr als die Hälfte der – eigentlich vermeidbaren – Lebensmittelabfälle aus.

Laut dem Umweltverband WWF Österreich sind das die Hauptgründe, warum Österreicher ihre Lebensmittel nicht mehr essen wollen:

  • Zeitmangel
  • Lagerplatz
  • Fehlende Kochideen
  • Zu hoher Aufwand bei der Verarbeitung
  • Fehlendes Wissen über den richtigen Umgang mit den Lebensmitteln

Dazu kommen noch große Unsicherheiten bei überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum, bei Schimmelbefall oder auch schon, wenn Lebensmittel nicht mehr frisch wirken.

Besonders jetzt in der Weihnachtszeit landen viele Produkte zu Unrecht in der Tonne. “Wir haben den Bezug zu Lebensmitteln verloren“, kritisierte die Ernährungsforscherin der Med Uni Graz, Sandra Holasek. Laut Studien – so schreibt APA – sei die Lebensmittelkompetenz in Österreich im Sinken. Dementsprechend müsse das Bewusstsein dafür neu aufgebaut werden. Damit solle bereits im Kindergarten begonnen werden. Die Verantwortung liege jedoch ebenso bei den Eltern sowie später auch bei den Schulen.

Problematisch ist auch, dass viele gar nicht wissen, in welche Tonne ihre Lebensmittel eigentlich gehören. Dementsprechend landen Produkte öfters in der Restmülltonne, statt in den Biomüll.

Spenden statt verwerfen

Caritas-Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler appelliert, dass Lebensmittel stattdessen gespendet werden sollten. Allein in Wien gibt es 26 Einrichtungen, die aktuell Bedarf an Lebensmittelspenden haben und diese auch vor Ort entgegennehmen. Wie, wo und wann man spenden kann, findet man beispielsweise auf der Homepage der Caritas.

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