Portale des Vorarlberger Pfändertunnels erhalten Photovoltaik-Anlagen 

Sollen künftig ein Fünftel des zum Tunnelbetrieb notwendigen Stroms liefern - Umsetzung ist für 2024 geplant

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Check-List Redaktion

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Die Portale des Vorarlberger Pfändertunnels auf der Rheintalautobahn (A14) werden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Diese sollen künftig mindestens ein Fünftel des zum Tunnelbetrieb notwendigen Stroms liefern, informierten Hartwig Hufnagl, Vorstand der staatliche Autobahnholding Asfinag, und Vorarlbergs Energielandesrat Daniel Zadra (Grüne). Umgesetzt werden soll das Projekt im kommenden Jahr.

Der 6,7 Kilometer lange Pfändertunnel bei Bregenz weist einen Jahres-Energiebedarf von 3.500 Megawattstunden auf. Die beiden Photovoltaik-Anlagen in den Portalbereichen werden davon mehr als 700 Megawattstunden abdecken. 2025/26 stehe in den zwei Röhren des Pfändertunnels eine Erneuerung der technischen Einrichtung samt neu gestalteter Einfahrtsbeleuchtung an, erläuterte Hufnagl. Damit werde der generelle Stromverbrauch im Tunnel deutlich sinken und der Anteil des Solarstroms entsprechend stark zunehmen.

Die Asfinag hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 bilanziell stromautark zu sein, in Vorarlberg wird dabei auf Photovoltaik gesetzt. “In Vorarlberg schätzen wir die mögliche Leistung auf 10 Megawatt Peak (MWp), wenn man auch Freiflächen mitbetrachtet”, sagte Hufnagl. Das entspreche in etwa dem Strombedarf von 3.000 bis 3.500 Haushalten. Geplant sind Photovoltaik-Anlagen beim Stützpunkt Gais und bei der Autobahnmeisterei Hohenems. Ein weiteres Vorhaben betrifft den Verkehrskontrollplatz bei Nüziders im Bezirk Bludenz.

Bereits realisiert wurde eine Photovoltaik-Anlage am Standort bei Bregenz-Weidach, die 90 Megawattstunden Strom pro Jahr für den Betrieb des Citytunnels liefert und damit knapp ein Viertel des Strombedarfs abdeckt. Seit 2020 ist beim auf der Rheintalautobahn (A14) bei Feldkirch gelegenen Ambergtunnel eine Anlage mit einer Leistung von 270 Kilowatt Peak in Betrieb, die mehr als 250 Megawattstunden Strom für den Tunnelbetrieb beisteuert. Österreichweit betreibt die Asfinag bereits 33 Photovoltaik-Anlagen auf Tunnelportalen, Dach- und Freiflächen. Einen großen Anteil an Sonnenstrom sollen künftig auch Photovoltaik-Anlagen auf Lärmschutzwänden liefern.

“Die Photovoltaik beschleunigt die Energiewende wie kaum eine andere Form der Energiegewinnung”, betonte Zadra. Nicht zuletzt dank des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes sei es in Vorarlberg gelungen, in den vergangenen beiden Jahren jeweils 30 Megawatt Peak an neuer Leistung zu errichten. Per Ende 2022 waren im ganzen Land Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 162 Megawatt Peak installiert.

APA/Red.

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