proPellets urgiert Wärmegesetz

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Check-List Redaktion

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Interessensvereinigung sieht „Vertrauenskrise zwischen Wirtschaft und Politik“.

Die Interessensvereinigung proPellets urgiert die Umsetzung des Erneuerbare Wärmegesetz (EWG) und kritisiert die „bedenklichen Äußerungen der VP-Energiesprecherin Tanja Graf“. Diese hatte kürzlich gemeint, dass das Gesetz „von der Struktur her falsch aufgebaut wurde“, wobei sich die Klubobleute von ÖVP und Grüne rasch bemühten, festzuhalten, dass das EWG auf Schiene sei. proPelltes hingegen sieht eine „Vertrauenskrise zwischen Wirtschaft und Politik“.

„Wir können es uns nicht leisten, das Vertrauen der Wirtschaft in die Politik zu verlieren, wenn wir die Investitionen für die dringend notwendige Energiewende vorantreiben wollen“, so proPellets-Geschäftsführer Christian Rakos mit Verweis auf die Investitionen, die die Branche in den Ausbau ihrer Pellets-Produktion gesteckt hat.

Pellets zählen zu den erneuerbaren Energiesystemen, weil der CO2-Ausstoß beim Verbrennen der kleinen stäbchenförmigen Holzkügelchen nicht gezählt wird. In der EU wird das Heizen mit Holz aber zunehmend kritisch gesehen, denn tatsächlich wird beim Verbrennen von Holz sehr wohl CO2 ausgestoßen, wenn auch kein fossiles. Eine Pelletheizung stößt pro Kilowattstunde rund 350 Gramm CO2 aus, eine Ölheizung 266 Gramm CO2. proPellets argumentiert, dass für Pellets nur Holzreste wie Sägespäne verwendet werden, die nicht anderweitig genutzt werden können. Die Alternative wäre, diese Sägenebenprodukte verrotten zu lassen, wobei das CO2 ebenfalls freigesetzt würde.

Mit dem Boom an Pelletheizungen einher geht auch eine Investitionswelle in der Holzindustrie. Dieses und nächstes Jahr werden laut der Interessensvereinigung elf neue Pelletierwerke mit einer zusätzlichen Produktionskapazität von 643.000 Tonnen jährlich errichtet. Österreichweit gibt es knapp 200.000 Pelletheizungen. Im Schnitt braucht ein Haus fünf Tonnen Pellets pro Jahr, bei einem gut gedämmten Haus sind es nur drei.

Die exorbitant gestiegenen Pelletpreise im Vorjahr haben 2022 die Bundeswettbewerbehörde (BWB) auf den Plan gerufen, die Untersuchungen der BWB dauern noch an. Mittlerweile sind die Preise wieder deutlich gesunken.

apa

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