Steuerverluste durch Luxusjets

Greenpeace sieht 77 Millionen Euro Steuerschaden durch Privatjets.

© KI-generiert, DALL·E
Check-List Redaktion

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Laut der aktuellsten Analyse von der Umweltorganisation Greenpeace entgehen Österreich jährlich 77 Millionen Euro an Steuereinnahmen durch Geschäftsreisen im Privatjet. Außerdem würden sie das Klima von allen Verkehrsmitteln am meisten schädigen. Privatjets verursachen laut der Umweltorganisation 50 Mal mehr klimaschädliche Emissionen als eine Zugfahrt.

Unternehmen, die bei ihren Geschäftsreisen auf extrem klimaschädliche Privatjets setzen, bekommen dafür noch Steuerzuckerln als Belohnung. Inmitten der eskalierenden Klimakrise ist das ein Skandal“, sagte Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace in Österreich. Demnach fordern sie nicht nur ein EU-weites Privatjet-Verbot sondern auch ein Verbot auf nationaler Ebene. 

Momentan setzten Unternehmen in Österreich ihre geschäftlichen Reisen im Privatflugzeug sogar noch steuerlich ab. Diese deklarieren sie nämlich als Fahrkosten. Damit sowie mit dem Anmieten von Privatflugzeugen wird die Bemessungsgrundlage für die Körperschaftssteuer von den Konzernen so extrem reduziert, dass sich die Unternehmen im vergangenen Jahr 63 Millionen Euro Steuergeld einsparen konnten. Weitere 14 Millionen Euro Steuereinbußen entstehen durch den Verzicht auf die Kerosinsteuer.

Das sich dies in Zukunft ändern muss, ist für Greenpeace schon lange klar. Deshalb wurde die Initiative “Tax Me Now” ins Leben gerufen. Damit plädiert die Umweltorganisation auf ein Privatjet-Verbot und Steuergerechtigkeit. 

APA/Red.

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