Wegen Russland-Krise drohen höhere Ölpreise und Druck auf Aktien

Experten: Auch Nachfrage nach Staatsanleihen dürfte steigen

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Check-List Redaktion

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Experten sagen wegen der Krise in Russland für die kommende Handelswoche höhere Öl- und Rohstoffpreise sowie Druck auf die Aktienmärkte voraus. “Trotz des Embargos gegen Russland verkauft Russland immer noch viele Rohstoffe an wohlgesinnte Länder wie China und trägt zur weltweiten Versorgung bei”, sagte der Chefstratege von Interactive Brokers, Steve Sosnick, am Samstag.

“Es ist zu erwarten, dass die Preise für Öl und andere wichtige Rohstoffe steigen werden”, sagte Sosnick. “Wenn die Ölpreise stark ansteigen, wird dies in der Tat die Aktien belasten und die Angst vor einer Stagflation wieder aufleben lassen.”

Auch Michael Purves von Tallbacken Capital Advisors sprach von den möglichen Folgen für die Aktienmärkte. “Diese Art von geopolitischen Schocks sind oft nur von kurzer Dauer und haben normalerweise keine großen Auswirkungen auf den US-Aktienmarkt”, sagte er. “Aber dieses Mal könnte das der Fall sein, weil die Aktien so hoch gestiegen sind.” Auch er erwartete höhere Rohstoffpreise. “Jedes Mal, wenn es in einem Rohstoffland zu politischen Unruhen dieser Art kommt, muss man zumindest mit einem kurzfristigen Schock bei den Preisen der dort produzierten Rohstoffe rechnen.” Die ersten Folgen dürften sich am Sonntagabend zeigen wie ein Rückgang der Aktien-Futures, höhere Ölpreise und eine größere Nachfrage nach Staatsanleihen.

APA/Red.

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