EnBW – Keine Probleme mit Anlagen von Siemens Gamesa

Siemens Gamesa kämpft seit Jahren mit Mängeln in der Produktion

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Check-List Redaktion

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Der auf Ökokurs getrimmte deutsche Energiekonzern EnBW hat nach eigenen Angaben bisher keine Probleme im Betrieb von Windkraftanlagen des kriselnden spanischen Turbinenherstellers Siemens Gamesa. Derzeit habe EnBW zwei Onshore-Turbinen von Gamesa in seinem Windpark Ober-Ramstadt in Betrieb, erklärte der Konzern am Donnerstag auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe keine Probleme mit der Qualität. Auch stehe EnBW zu dem Thema bisher nicht in Kontakt mit Gamesa.

Siemens Gamesa – eine Tochter des deutschen Energietechnikkonzerns Siemens Energy – kämpft seit Jahren mit Mängeln in der Produktion. Nachdem diese noch größer als erwartet werden könnten, hatten Gamesa und der Mutterkonzern Ende vergangener Woche ihre Prognosen für 2023 gestrichen. Bei Onshore-Windturbinen könne es Fehler bei den Komponenten geben und Fehler im Design der Anlagen. Insgesamt könnten weltweit 15 bis 30 Prozent der bereits installierten Windturbinen betroffen sein. Es drohten Kosten in Milliardenhöhe. Diese könnten im schlimmsten Fall die Marke von 5 Mrd. Euro überschreiten, schätzen die Experten der UBS.

Windkraftanlagenbetreiber wie der deutsche Energiekonzern RWE hatten gelassen reagiert. “Siemens Gamesa ist einer unserer langjährigen Partner im Bereich Onshore- und Offshore-Windkraft und wir sehen keine ungewöhnlichen technischen Probleme in unserer bestehenden Flotte”, betonte der Versorger. Siemens Gamesa will bei der Analyse auch seine Zulieferer unter die Lupe nehmen. Der Liebherr-Konzern, Hersteller unter anderem von Großwälzlagern für die Windindustrie, erklärte auf Anfrage, dass Siemens Gamesa Kunde sei und Komponenten beziehe. “Unsere Produkte sind nicht betroffen”, versicherte das Unternehmen.

APA/Red.

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