Energieimporte belasten britischen Haushalt

Staatsausgaben laut des Office for National Statistics gestiegen

©pexels
Check-List Redaktion

Check-List Redaktion

Großbritannien bleibt weiterhin massiv von Energieimporten aus dem Ausland abhĂ€ngig. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht des Office for National Statistics (ONS) , demzufolge die Staatsausgaben fĂŒr den Import von Treibstoff und Energie im Jahr 2022 auf den neuen Rekordwert von 117 Mrd. Pfund (rund 133 Mrd. Euro) geklettert sind. Zum Vergleich: 2021 musste die Regierung hierfĂŒr lediglich 54 Mrd. Pfund ausgegeben.

Hohe Risiken und Kosten

“Großbritannien ist schon seit 2004 auf Importe aus dem Ausland angewiesen, um seinen eigenen Energiebedarf zu stillen”, zitiert “The Independent” aus einer Stellungnahme des Branchenverbandes Offshore Energies UK (OEUK). Die Summe, die gegenwĂ€rtig fĂŒr derartige Zwecke ausgegeben wird, sei allerdings ein absoluter Rekord. “Diese Zahlen zeigen die Risiken und Kosten der AbhĂ€ngigkeit von anderen LĂ€ndern, wenn es um unsere eigene Energiesicherheit geht”, betont Ross Dornan, Markets Intelligence Manager bei OEUK.

Dem Experten zufolge wird angesichts solcher Daten aber auch deutlich, wie weit das Land in Wirklichkeit noch davon entfernt ist, diese AbhĂ€ngigkeit zu reduzieren. “Knapp drei Viertel der gesamten Energie in Großbritannien entfĂ€llt auf Öl und Gas – ein Anteil, der schon seit vielen Jahren konstant bleibt. Wir sind nun fĂŒr etwa die HĂ€lfte der Lieferungen in diesem Bereich von anderen LĂ€ndern abhĂ€ngig – ein Anteil, der rapide ansteigen wird, insbesondere, wenn die Produktion in der Nordsee schneller zurĂŒckgefahren wird als der Bedarf im Land”, so Dornan.

19 Mrd. Euro fĂŒr Programm

Laut ONS belasten nicht nur die steigenden Energieimporte das britische Staatsbudget, sondern auch die eigene Regierungspolitik. Diese unterstĂŒtzt britische Haushalte angesichts steigender Energiepreise mit einer Preisgarantie, die die jĂ€hrlichen Energiekosten bei maximal 2.500 Pfund pro Jahr und Haushalt deckelt. Das Geld hierfĂŒr ist Großteils geborgt. Im Februar waren das insgesamt immerhin 16,7 Mrd. Pfund (ein Plus von 9,7 Mrd. Pfund gegenĂŒber dem Vorjahr), die diese Maßnahme kostet.

PTE/Red.

Beitrag teilen

Facebook
Twitter
LinkedIn
Telegram
WhatsApp
Email

Aktuelle Augabe

Nach oben scrollen
Cookie Consent mit Real Cookie Banner