Hedgefonds Petrus Advisers kritisieren erneut EVN

Aktivistischer Investor Umek fordert Abspaltung der Tochter WTE

©pexels
Check-List Redaktion

Check-List Redaktion

Der Hedgefonds Petrus Advisers rund um Investor Klaus Umek √ľbt erneut deutliche Kritik am nieder√∂sterreichischen Energieversorger EVN. Die Investorenkommunikation des b√∂rsennotierten EVN sei “schwammig und intransparent”, schreibt Umek in einem auf Sonntag (2. April 2023) datierten Brief an den Aufsichtsrat. Er fordert das Gesch√§ft der Anlagebautochter WTE Wassertechnik GmbH zu schlie√üen oder zu verkaufen. Schon im Dezember hatte er das Management des Energiekonzerns ger√ľgt.

Damals wurde vor allem die schlechte Performance der EVN-Aktie bem√§ngelt. Im jetzigen Brief schie√üt sich Umek vor allem auf die Guidance f√ľr 2023 und die Tochter WTE ein. “Angesichts eines unbereinigten Q1-Nettogewinns von Euro 149 Millionen ergibt es wenig Sinn, an einer 2023 Guidance von Euro 190 bis 250 Millionen festzuhalten”, hei√üt es in dem Brief. “Das hei√üt, entweder hat das Management das Gesch√§ft nicht im Griff oder man erwartet deutliche Probleme im Verlauf dieses Jahres.”

Die Ingenieur-Firma WTE habe keine Daseinsberechtigung im Konzern. Das Unternehmen, das im “low-tech” Bereich in Entwicklungsl√§ndern agiere, gewinne seine Auftr√§ge nur durch das Eingehen hoher Gesch√§ftsrisiken “und oft nur unter Hinzuziehen fragw√ľrdiger Intermedi√§re”, kritisiert Umek. Das WTE-Gesch√§ft wirke sich negativ auf die Kreditw√ľrdigkeit des ganzen Konzerns aus. Nicht zuletzt bem√§ngeln Petrus Advisers auch eine zu geringe Dividende des EVN-Konzerns.

Man sei zu diesen Fragestellungen mit Hern Umek und anderen Aktion√§ren seit Monaten im Austausch, kontert der Energieversorger in einem Schreiben an die APA. “In der EVN Hauptversammlung am 2. Februar wurde zu den relevanten Fragestellungen (alleine 70 Fragen seitens Petrus Advisers) ausf√ľhrlich Stellung genommen bzw diese er√∂rtert”, so die EVN. Nach dem Ende der “Quiet Period” werde man mit der Vorlage des Halbjahresergebnisses den Dialog mit den Investoren wieder fortsetzen.

In dem Brief vom Dezember gab Umek an, weniger als drei Prozent an der EVN zu halten. Petrus Advisers gelten als aktivistische Investoren, die nicht nur in Unternehmen investieren sondern auch versuchen, Einfluss auf deren Strategie zu nehmen.

APA/Red.

Beitrag teilen

Facebook
Twitter
LinkedIn
Telegram
WhatsApp
Email

Aktuelle Augabe

Nach oben scrollen
Cookie Consent mit Real Cookie Banner