So heimtückisch ist Schlafmangel

Schon zwei fehlende Stunden reichen aus, um Angstsymptome auszulösen.

© Erstellt mit Dall-E von OpenAi
Check-List Redaktion

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Schlafmangel hat nachweislich weitreichende Auswirkungen auf unsere Emotionen und die allgemeine psychische Gesundheit, wie von Candice Alfano, einer Forscherin der University of Houston, herausgefunden wurde. Es wurde festgestellt, dass Schlafmangel nicht nur Müdigkeit verursacht, sondern auch Ängste verstärken, die Stimmung verschlechtern und die emotionale Funktion beeinträchtigen kann.

Emotionen bestimmen praktisch jeden Aspekt unseres täglichen Lebens, und uns selbst den Schlaf zu entziehen, scheint ein sicherer Weg zu sein, sich selbst emotional zu schaden. Selbst bei nur leichtem Schlafmangel gibt es messbare negative Veränderungen in der Art und Weise, wie wir auf alltägliche Ereignisse reagieren“, so die Expertin.

Gesunde Psyche in Gefahr

Und auch Schlafforscherin Cara Palmer von der Montana State University betont, dass die Quantifizierung der Auswirkungen von Schlafmangel auf Emotionen entscheidend ist, insbesondere in einer Gesellschaft, die oft unter Schlafmangel leidet.

Eine Analyse von 154 Studien über fünf Jahrzehnte mit 5.715 Teilnehmern ergab, dass unterschiedliche Arten von Schlafverlust, sei es durch längere Wachphasen, verkürzte Schlafdauer oder nächtliches Erwachen, zu einem Mangel an positiven Emotionen wie Freude, Glück und Zufriedenheit sowie zu erhöhten Angstsymptomen wie schneller Herzfrequenz und vermehrten Sorgen führen.

Angst statt Freude

Insgesamt haben die Forscher festgestellt, dass alle drei Arten von Schlafverlust bei den Teilnehmern zu weniger positiven Emotionen wie Freude, Glück und Zufriedenheit sowie zu erhöhten Angstsymptomen wie einer schnellen Herzfrequenz und vermehrten Sorgen führten. “Das trat sogar nach kurzen Phasen des Schlafverlusts auf, beispielsweise wenn man ein oder zwei Stunden länger als gewöhnlich aufblieb oder nachdem man nur ein paar Stunden Schlaf verloren hatte“, erklärt die Forscherin.

Mehr als 30 Prozent der Erwachsenen und bis zu 90 Prozent der Teens bekommen demnach nicht ausreichend Schlaf. Dies bringt erhebliche Auswirkungen auf die individuelle, aber auch au die öffentliche Gesundheit mit sich.

Branchen und Sektoren, die anfällig für Schlafmangel sind, wie etwa Ersthelfer, Piloten und Lkw-Fahrer, sollten Richtlinien entwickeln und einführen, die dem Schlaf Priorität einräumen, um die Risiken für die Funktionsfähigkeit und das Wohlbefinden am Tag zu mindern“, fordert Palmer.

Pressetext/Red.

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