19 Prozent weniger Emissionen

EU: Erneuerbare-Energie-Rekord

Die Emissionen im Energiesektor der EU sind 2023 deutlich zurückgegangen – Grund dafür sind die abnehmende Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen sowie eine gesunkene Stromnachfrage

Im vergangenen Jahr sind in der Europäischen Union die Emissionen im Energiesektor so stark zurückgegangen wie noch nie: Einerseits ist das Minus von 19 Prozent auf die Reduzierung der Stromerzeugung aus Kohle und Gas zurückzuführen. Andererseits ist die gesunkene Stromnachfrage dafür verantwortlich. Das geht aus einem Bericht der Denkfabrik Ember hervor. Die Experten rechnen allerdings mit einer Zunahme der Nachfrage in der Zukunft.

Konkret ist 2023 die Stromgewinnung aus Kohle um 26 Prozent und aus Gas um 15 Prozent gesunken. Damit macht die Erzeugung aus fossiler Energie erstmals weniger als ein Drittel des EU-Stroms aus. Im Umkehrschluss ist die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien, wie etwa Wind- und Solarkraft, um rund 44 Prozent gestiegen. „Der EU-Energiesektor befindet sich mitten in einem monumentalen Wandel“, kommentiert Expertin Sarah Brown von Ember die Ergebnisse.

Zum Rückgang der Erzeugung aus fossilen Brennstoffen trug allerdings auch die sinkende Stromnachfrage bedeutend bei. Für die kommenden Jahre erwartet man aber, dass sich diese sinkende Nachfrage nicht mehr wiederholen wird. „Mit der zunehmenden Elektrifizierung durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und Elektrolyseure wird die EU in eine neue Ära steigender Stromnachfrage eintreten“, prognostiziert Dave Jones von Ember. „Die erneuerbaren Energien müssen mit diesem Nachfrageanstieg Schritt halten, um die für ein sicheres Klima erforderlichen Emissionssenkungen zu erreichen.“

APA/Red.

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