Windkraft

Siemens Energy will 4.100 Stellen streichen

Windkraftsparte hatte zuletzt rund 29.000 Mitarbeiter

Der deutsche Energietechnikkonzern Siemens Energy plant, 4.100 Arbeitsplätze bei seiner spanischen Windenergietochter Siemens Gamesa zu streichen. Dies geht aus einem internen Schreiben hervor, das der Siemens-Gamesa-Chef Jochen Eickholt an die Mitarbeiter verschickt hat. In dem Brief betont Eickholt, dass die derzeitige Situation des Unternehmens weitreichende Anpassungen erfordert, die über organisatorische Veränderungen hinausgehen.

„Wir müssen uns auf ein geringeres Geschäftsvolumen, weniger Aktivitäten in Nicht-Kernmärkten und ein gestrafftes Portfolio einstellen“, so Eickholt in dem Schreiben. Der Schritt ist Teil umfassender Bemühungen, das Unternehmen zu sanieren und auf eine zweistellige Marge im Windgeschäft zu trimmen.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg könnten in Deutschland bis zu 370 Arbeitsplätze betroffen sein, in Dänemark etwa 550 und in Spanien 430. Siemens Gamesa, das zum Ende des Geschäftsjahres 2023 gut 29.000 Mitarbeiter beschäftigte, führt derzeit Gespräche mit Arbeitnehmervertretern über die geplanten strukturellen Veränderungen.

Auf Anfrage äußerte sich Siemens Energy nicht zu den Details der Verhandlungen. „Das Wesen von Verhandlungen ist, dass das Ergebnis erst am Ende feststeht, nicht schon am Anfang. Wenn wir die Detailplanungen mit allen beteiligten Parteien besprochen haben und wissen, wie viele der betroffenen Stellen etwa durch Wachstum in anderen Bereichen abgefangen werden können, verkünden wir ein Ergebnis“, teilte das Unternehmen mit.

Bereits Anfang Mai hatte Siemens Energy angekündigt, durch einen weiteren Führungswechsel die Sanierung von Gamesa vorantreiben zu wollen. Ziel sei es, das Onshore-Geschäft auf stabile Märkte wie Europa und die USA zu konzentrieren. Diese Fokussierung werde auch Anpassungen der Arbeitsplätze mit sich bringen.

Siemens Gamesa hatte in den vergangenen Jahren aufgrund von Qualitätsmängeln erhebliche Verluste eingefahren, die den Mutterkonzern tief in die roten Zahlen zogen. Die aktuelle Restrukturierung soll sicherstellen, dass das Unternehmen bis zum Jahr 2026 die Gewinnschwelle erreicht und danach wieder profitabel wächst.

APA/Red.

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