„Geothermie-Atlas“

Wien: Geothermie-Potential online einsehbar

Ausweitung auf Salzburg und die Steiermark 2025, langfristig ganz Österreich geplant

Wer in Wien wohnt, kann sich nun online seine Chancen auf Nutzung von Erd- und Grundwasserwärme anschauen. Die Stadt Wien und die GeoSphere Austria haben dafür am Montag einen „Geothermie-Atlas“ vorgestellt. Er zeige „online für jeden Standort in Wien eine erste Abschätzung des Energiepotenzials von Erdwärmesonden und Grundwasserwärme“, heißt es in einer Aussendung. Bis 2025 sollen Salzburg und die Steiermark folgen, langfristig ganz Österreich.

Die Technologie nutzt die Tatsache, dass es im inneren der Erde wärmer ist als an der Oberfläche. In der oberen Erdkruste beträgt die Erwärmung im Durchschnitt rund 30 Grad pro Kilometer. In Kombination mit Wärmepumpen eignen sich bereits die obersten hundert Meter zum Heizen und Kühlen. In Wien kommen dafür derzeit rund 900 Grundwasser- und 1.500 Erdwärmesondenanlagen zum Einsatz.

Der Geothermie Atlas berücksichtigt die Zusammensetzung des Untergrunds, von der die durch Geothermie verfügbare Energie abhängt. Die Stadt Wien hofft durch Erdwärme in Gebieten, wo Fernwärme nicht wirtschaftlich möglich ist, CO2-neutrale Heizmöglichkeiten zu erschließen.

Der Atlas ist abrufbar unter: https://go.apa.at/yJ4uTj2U

APA/Red.

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