Weniger Textilmüll in der Dienstleistungsbranche

Sechs Wiener Unternehmen möchten ein klares Zeichen für Umweltschutz und Recycling setzen.

17.03.2025 11:37
red02
© ÖBB / Lukas Leonte
6 Unternehmen beteiligen sich an der Initiative (v.l.): CAT, Austrian Airlines, ÖBB, SALESIANER, Post, Wiener Linien

Austrian Airlines, City Airport Train (CAT), ÖBB, Post, Wiener Linien und SALESIANER haben ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, um den Textilmüll in der Dienstkleidungsbranche zu reduzieren. Jährlich sollen rund 50 Tonnen Textilmüll vermieden werden, was etwa 170.000 Hemden entspricht. Ziel ist es, diese Kleidungsstücke nach ihrer Nutzung einem Recyclingprozess zuzuführen und so einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten.

Die Kooperation für Kreislaufwirtschaft

Die Textilindustrie zählt zu den größten Umweltverschmutzern weltweit, da nur ein kleiner Teil des Textilmülls recycelt wird. In Österreich fallen jährlich etwa 230.000 Tonnen Textilmüll an. Die sechs beteiligten Unternehmen bündeln ihre Kräfte, um einen effektiven Recyclingprozess zu etablieren und die heimische Recyclingindustrie zu stärken. Bereits seit 2023 arbeiten sie zusammen, um die benötigten Textilmengen für ein funktionierendes Recycling aufzubringen.

Das Pilotprojekt „Zweites Leben für 1er-Panier“

Im Rahmen des Projekts „Zweites Leben für 1er-Panier“ sammeln die Unternehmen gebrauchte Uniformen und Alttextilien an einem zentralen Punkt in Niederösterreich. Dort erfolgt eine manuelle Sortierung der Textilien nach Faserart und Verarbeitungsform. Die verwertbaren Materialien werden anschließend mit der Bahn zu Recyclinganlagen in Deutschland und Portugal transportiert, wo sie mechanisch aufbereitet und zu neuen Garnen oder Füllmaterialien verarbeitet werden.

„Mit diesem Pilotprojekt leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Textilmüll und zur Förderung der Kreislaufwirtschaft“, erklärt Annette Mann, CEO von Austrian Airlines. Die Zusammenarbeit der sechs Unternehmen setzt einen Meilenstein für die Textilrecyclingbranche in Österreich und soll als Vorbild für weitere Unternehmen dienen.

(PA/red)

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