Haiangriffe häufen sich – so rettet man sein Leben
Mehrere Haiattacken in Australien zeigen wie wichtig einfache Verhaltensregeln im Meer sind.
Haiangriffe sorgen regelmäßig für internationale Schlagzeilen – aktuell wieder im australischen Bundesstaat New South Wales. Innerhalb von nur 48 Stunden kam es dort zu vier Zwischenfällen, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden. Besonders betroffen: Surfer an der Mid North Coast und im Großraum Sydney.
Nach Angaben der Wasserrettung Surf Life Saving New South Wales erlitt zuletzt ein Surfer leichte Verletzungen. Zuvor war es an den Stränden von Manly, Dee Why Point und Shark Beach zu teils schweren Attacken gekommen – darunter auch auf ein zwölfjähriges Kind, das sich weiterhin in Lebensgefahr befindet. Infolge der Vorfälle wurden mehrere Strände gesperrt.
Warum es derzeit häufiger zu Angriffen kommt
Die australischen Rettungsorganisationen verweisen auf starke Regenfälle. Diese haben Sedimente aufgewühlt und das Wasser stark eingetrübt. Vor allem Bullenhaie, die auch in flachen Küstengewässern jagen, werden dadurch aktiver. Schlechte Sicht erhöht das Risiko, dass Menschen mit Beutetieren verwechselt werden.
Grundsätzlich bleiben Haiangriffe selten. Doch mehr Wassersport, dichter besuchte Küsten und veränderte Umweltbedingungen führen dazu, dass Begegnungen häufiger werden – vor allem beim Surfen, da die Silhouette von Board und Mensch Haien aus der Tiefe wie eine Robbe erscheinen kann.
Praktische Regeln zur Risikominimierung
Absolute Sicherheit gibt es im offenen Meer nicht – das Risiko lässt sich aber deutlich senken.
- Trübes Wasser meiden: Nach starken Regenfällen besser nicht ins Meer gehen
- Dämmerung vermeiden: Haie jagen bevorzugt in der Morgen- und Abenddämmerung
- Nie allein schwimmen oder surfen: Gruppen werden seltener attackiert
- Auf Warnungen achten: Strand- und Rettungshinweise ernst nehmen
- Silbernen Schmuck ablegen: Lichtreflexe können Beute signalisieren
- Ruhig bleiben: Bei Sichtung langsam und kontrolliert Richtung Ufer bewegen
Einordnung
Haiangriffe sind medial spektakulär, statistisch aber extrem selten. Und sie werden geschützt. Das eigentliche Risiko liegt weniger im Tier selbst als im eigenen Verhalten und in Umweltfaktoren wie Sicht, Wetter und Ort. Wer diese Grundregeln beachtet, reduziert das Risiko erheblich – ohne auf das Meer verzichten zu müssen.
(red)