Globale Hitzebelastung verdoppelt sich bis 2050

Ohne konsequente Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen verschärfen sich die Lebensbedingungen für Milliarden Menschen drastisch.

27.01.2026 14:02
red04
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Etwa 3,8 Milliarden Menschen könnten 2050 regelmäßig extremer Hitze ausgesetzt sein.

Schon heute spüren viele Menschen die Auswirkungen des Klimawandels: Hitzewellen treten häufiger auf, Hitze-Rekorde werden gebrochen, und die Sommer werden immer länger. Eine neue Studie der Universität Oxford zeigt nun, wie dramatisch sich diese Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten verschärfen könnte. Demnach könnte bis 2050 fast die Hälfte der Weltbevölkerung regelmäßig extremer Hitze ausgesetzt sein – etwa 3,8 Milliarden Menschen, wenn die globale Erwärmung 2 °C über dem vorindustriellen Niveau erreicht.

Tropen und Subtropen besonders gefährdet

Vor allem Menschen in den Tropen und Subtropen werden laut Studie stark betroffen sein. Länder wie Indien, Nigeria, Bangladesch, Pakistan, Indonesien und die Philippinen stehen vor besonders großen Herausforderungen. Doch auch in bisher eher kühleren Regionen wie Kanada, Russland oder Teilen Europas werden Hitzewellen künftig häufiger auftreten. Die Folgen sind vielfältig: Gesundheitssysteme werden stärker belastet, der Energieverbrauch für Kühlung steigt, Landwirtschaft und Wasserversorgung geraten unter Druck.

Immer mehr Menschen betroffen

Die Forscher warnen, dass die Zahl der Betroffenen bereits vor Erreichen der 2 °C-Marke deutlich steigen könnte. Selbst ein Anstieg um 1,5 °C würde die Belastung für Millionen Menschen spürbar erhöhen. Investitionen in hitzeresiliente Infrastruktur, öffentliche Gesundheitssysteme und Energieversorgung seien dringend nötig. Gleichzeitig müsse die Reduktion von Treibhausgasen konsequent vorangetrieben werden, um die schlimmsten Szenarien zu verhindern.

Handeln ist dringend nötig

Extreme Hitze wirkt sich nicht nur auf die menschliche Gesundheit aus. In vielen Ländern drohen Ernteeinbußen, Wasserknappheit, Migration und wachsende soziale Spannungen. Besonders vulnerablen Regionen fehlen oft die Mittel, um sich effektiv anzupassen. Die Studie macht deutlich: Ohne entschlossenes Handeln könnten die kommenden Jahrzehnte zu einer enormen Belastung für Mensch und Umwelt werden. Anpassungsmaßnahmen und Klimaschutz sind unerlässlich, um die Auswirkungen auf Milliarden Menschen abzumildern.

(red)

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