Klimakatastrophen 2025: Über 87 Millionen betroffen
Im Jahr 2025 wurden mehr als 87 Millionen Menschen weltweit direkt von Überschwemmungen, Dürren, Stürmen und anderen klimabedingten Katastrophen betroffen.
Im Jahr 2025 wurden nach vorläufigen Zahlen der internationalen Katastrophendatenbank mehr als 200 klimabedingte Katastrophen registriert, die insgesamt über 87,8 Millionen Menschen direkt beeinflussten. Diese Ereignisse reichten von Überschwemmungen über Dürren bis hin zu schweren Stürmen und Waldbränden und spiegeln eine globale Zunahme extremer Wetterereignisse wider, die in engem Zusammenhang mit der Klimakrise stehen.
Geografische Verteilung
Laut den vorliegenden Auswertungen betrafen diese Katastrophen unterschiedlichste Regionen: Große Überschwemmungen traten beispielweise in Südostasien und Südamerika auf, während langanhaltende Dürren in Teilen Afrikas und Westasiens die Ernährungssicherheit gefährdeten. Insgesamt zeigt der Datensatz, dass klimabedingte Gefahren Menschen auf mehreren Kontinenten gleichzeitig trafen – ein Hinweis auf die zunehmende Verbreitung solcher Ereignisse.
Historische Trends
Analysen der International Disaster Database (EM‑DAT) und weiterer Studien belegen, dass die globale Zahl extremer Wetterereignisse in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen ist. So erhöhte sich beispielsweise in Brasilien die Zahl der klimabedingten Katastrophen seit den 1990er Jahren um mehrere Hundert Prozent, wobei allein in den vergangenen vier Jahren mehr als 78 Millionen Menschen betroffen waren.
Ökonomische Auswirkungen
Der ökonomische Schaden klimabedingter Naturkatastrophen ist erheblich: Versicherungsdaten für 2025 zeigen, dass Naturereignisse einen kombinierten Schaden von über 130 Milliarden US‑Dollar verursachten, wobei Waldbrände etwa im Großraum Los Angeles zu den teuersten Einzelereignissen zählten.
Langfristige globale Perspektive
Internationale Berichte zur Klimarisikoanalyse unterstreichen, dass die Häufigkeit und Intensität solcher Extremereignisse nicht nur zunehmen, sondern auch eine wachsende Belastung für volkswirtschaftliche Stabilität, Infrastruktur und Leben darstellen. Der Climate Risk Index 2026 berichtet von über 9.700 extremen Wetterereignissen zwischen 1995 und 2024, die in diesem Zeitraum direkte wirtschaftliche Schäden in Höhe von fast 4,5 Billionen US‑Dollar verursachten und über 830 000 Menschenleben forderten.
Soziale Folgen und Anpassungsbedarf
Neben direkten menschlichen Verlusten hat die Zunahme dieser Katastrophen auch weitreichende soziale Folgen: Laut UN‑Statistiken steigt die Zahl der von Extremwetter betroffenen Menschen, während der Bedarf an Frühwarnsystemen und Schutzinfrastrukturen wächst. Investitionen in Risiko‑Reduktionsstrategien sowie internationale Kooperationen gelten als entscheidend, um weitere Verluste zu begrenzen. Fachleute betonen, dass nicht nur die Zahl der Ereignisse steigt, sondern auch ihre geografische Verbreitung und ihr Einfluss auf vulnerable Bevölkerungsgruppen. Insbesondere Länder mit begrenzten Ressourcen seien überproportional betroffen – eine Herausforderung, die globale Solidarität und nachhaltige Anpassungsstrategien erfordert.
(red)