Herzensangelegenheiten auf Kosten der Umwelt

Valentinstagsblumen sorgen für Freude, verursachen jedoch durch Anbau, Transport und Verpackung große Umweltbelastungen.

09.02.2026 13:05
red04
© Adobe Stock
Eine importierte Rose kann inklusive Anbau, Transport und Verpackung bis zu ein Kilogramm CO₂ verursachen.

Diese Woche ist es wieder so weit: Am Valentinstag verschenken Millionen Menschen weltweit Blumen – vor allem Rosen. Was romantisch wirkt, hat jedoch oft eine unsichtbare Kehrseite: Der Anbau, Transport und die Verpackung der Schnittblumen belasten Umwelt und Klima erheblich.

Wasser, Pestizide und Anbau

Rosen und andere Schnittblumen werden häufig in Ländern wie Kenia, Kolumbien oder den Niederlanden produziert. Um die perfekten Blüten zu garantieren, setzen Produzenten auf Pestizide und chemische Dünger, die Boden, Wasser und lokale Ökosysteme belasten. Der Wasserverbrauch ist ebenfalls enorm: Für eine einzelne Rose werden zwischen fünf und zehn Liter Wasser benötigt. In ohnehin trockenen Anbauregionen verschärft der intensive Wasserbedarf die lokale Wasserknappheit.

Transport und CO₂-Emissionen

Viele Valentinstags-Blumen legen tausende Kilometer zurück, um rechtzeitig frisch beim Kunden anzukommen – oft per Flugzeug. Flugtransporte verursachen hohe CO₂-Emissionen: Eine importierte Rose kann inklusive Anbau, Transport und Verpackung bis zu ein Kilogramm CO₂ verursachen. Der Wintertermin des Valentinstags verschärft das Problem. In vielen Regionen können Blumen nur in klimatisierten Gewächshäusern wachsen, was den Energieaufwand weiter erhöht.

Verpackung und Abfall

Um die Haltbarkeit während des Transports zu sichern, werden Schnittblumen häufig in Plastikfolie, Styropor und Karton verpackt. Nach dem Valentinstag landen viele dieser Materialien im Müll, was die Umwelt zusätzlich belastet.

Nachhaltige Alternativen

Es gibt Möglichkeiten, die Umweltbelastung zu reduzieren: Regional angebaute und saisonale Blumen aus Bio-Anbau benötigen weniger Pestizide, Wasser und Transportenergie. Topfpflanzen oder selbst gezogene Blumen sind langlebige Alternativen, die Freude länger bewahren. Auch der bewusste Verzicht auf importierte Flugblumen kann die CO₂-Bilanz erheblich verbessern. Romantische Gesten müssen nicht zwangsläufig der Umwelt schaden. Wer Herkunft, Anbau und Verpackung der Blumen berücksichtigt, kann am Valentinstag sowohl Liebe als auch Nachhaltigkeit verschenken.

(red)

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