Deutschland verdichtet Ladenetz der E-Autos

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur kommt voran, verteilt sich jedoch weiterhin sehr ungleich über Deutschland.

05.10.2026 12:08
red04
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Die größten prozentualen Zuwächse gab es abseits der großen Metropolen.

Die Ladeinfrastruktur für Elektroautos wächst in Deutschland weiter. Am 1. September waren laut Daten der Bundesnetzagentur gut 209.000 öffentliche Ladepunkte registriert. Das sind 24 Prozent mehr als im Juli 2025. Rund 150.000 davon waren normale Ladepunkte, knapp 59.000 konnten Fahrzeuge schneller laden. Zum Vergleich: In Österreich gibt es derzeit rund 14.400 Ladestationen mit insgesamt knapp 40.600 Ladepunkten.

Große Unterschiede zwischen den Regionen

Besonders dicht ist das Netz in deutschen Großstädten. Stuttgart führt unter den 107 kreisfreien Städten mit 2.107 Ladepunkten je 100 Quadratkilometer. Dahinter folgen Regensburg mit 1.452 und München mit 1.179 Ladepunkten. In Stuttgart stieg die Zahl innerhalb eines Jahres um zwölf Prozent, in Regensburg und München jeweils um 19 Prozent. Die größten prozentualen Zuwächse gab es allerdings abseits der großen Metropolen. Im bayerischen Schwabach erhöhte sich die Zahl der Ladepunkte um 112 Prozent auf 172 je 100 Quadratkilometer. In Mülheim an der Ruhr waren es 89 Prozent mehr. Auch bei den Landkreisen hat sich die Reihenfolge verändert. Der Kreis Mettmann in Nordrhein-Westfalen liegt nach einem Zuwachs von 40 Prozent mit 344 Ladepunkten je 100 Quadratkilometer nun an der Spitze. Dahinter folgen der Kreis Böblingen und der Main-Taunus-Kreis.

Ländliche Regionen bleiben zurück

Der Ausbau verläuft damit nicht überall gleich schnell. Während Ballungsräume zunehmend dichter mit Ladepunkten versorgt werden, ist die Infrastruktur in kleineren Städten und ländlichen Regionen teilweise noch deutlich weniger ausgebaut. „Der Aufwärtstrend bei den Ladepunkten ist ein positives Signal“, erklärte Jannik Schall, Produktchef des Energieunternehmens 1Komma5Grad. Gleichzeitig bestehe gerade abseits der Metropolen weiterer Nachholbedarf, damit der Umstieg auf Elektroautos flächendeckend gelingen könne.

(APA/red)

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