Elektroautos legen weltweit weiter kräftig zu

Mit rund 13,7 Millionen Neuzulassungen verzeichnete der globale Markt für Elektroautos 2025 ein Wachstum von etwa 30 Prozent.

28.01.2026 9:58
red04
© Adobe Stock
In Europa wurden 2025 rund 2,6 Millionen batterieelektrische Pkw neu zugelassen.

Elektrofahrzeuge gewinnen auf den internationalen Automärkten weiter an Bedeutung. Im vergangenen Jahr wurden weltweit rund 13,7 Millionen rein batterieelektrisch betriebene Pkw neu ausgeliefert. Das geht aus einer Auswertung der wichtigsten Absatzmärkte durch PwC Autofacts und Strategy& hervor. Gegenüber 2024 entspricht dies einem Zuwachs von mehr als 3,1 Millionen Fahrzeugen oder rund 30 Prozent. Mit großem Abstand größter Einzelmarkt bleibt China, wo knapp neun Millionen neue Elektroautos zugelassen wurden.

Wachstum in China verlangsamt sich

China behauptet seine Rolle als zentraler Treiber der Elektromobilität. Allerdings fällt das Wachstum mit 33 Prozent inzwischen nur noch leicht höher aus als im weltweiten Durchschnitt. Dies deutet auf eine zunehmende Marktsättigung hin, während der Bestand an lokal emissionsfreien Fahrzeugen weiter wächst. Europa folgt mit rund 2,6 Millionen neu zugelassenen batterieelektrischen Pkw. Auch hier lag das Wachstum bei etwa 30 Prozent.

Europa mit starken Zuwächsen

Besonders dynamisch entwickelte sich der deutsche Markt. Mit 545.000 Neuzulassungen verzeichnete Deutschland ein Plus von 43 Prozent. Im Vereinigten Königreich wurden 473.000 neue Elektroautos verkauft, in Frankreich 327.000. Damit zählt Europa weiterhin zu den wichtigsten Regionen für den Ausbau elektrisch betriebener, lokal abgasfreier Mobilität. Nach Einschätzung von PwC wird die Entwicklung vor allem durch ein breiteres Angebot leistungsfähiger Modelle getragen. Hersteller hätten ihre Fahrzeuge sowohl technisch als auch gestalterisch weiterentwickelt und damit die Alltagstauglichkeit erhöht.

USA: Rückgang nach Ende der Förderung

In den USA kamen im Gesamtjahr rund 1,2 Millionen neue Elektroautos auf die Straße. Insgesamt stagnierte der Markt leicht. Nach dem Auslaufen steuerlicher Vergünstigungen Ende September brach der Absatz deutlich ein. Im vierten Quartal lagen die Verkaufszahlen 31 Prozent unter dem Vorjahreswert. Damit zeigt sich, wie stark der Umstieg auf alternative Antriebe von politischen Rahmenbedingungen beeinflusst wird.

Unterschiede bei den Marktanteilen

Die Verbreitung von Elektroautos unterscheidet sich regional stark. In China entfallen rund ein Drittel aller Neuzulassungen auf reine Elektrofahrzeuge. In Europa liegt der Anteil bei 19 Prozent, in den USA bei 8 Prozent. Berücksichtigt man auch Plug-in-Hybride und Hybride ohne Stecker, ergibt sich ein anderes Bild. Europa erreicht dann einen Anteil von 63 Prozent elektrifizierter Fahrzeuge, China kommt auf 54 Prozent. Die USA liegen mit 22 Prozent weiterhin deutlich dahinter.

Elektromobilität als Teil der Verkehrswende

Für die kommenden Jahre erwarten die Experten weiterhin steigende Zahlen bei Elektroautos, wenn auch mit geringerer Wachstumsdynamik. Plug-in-Hybride könnten ihren globalen Höhepunkt bereits überschritten haben. Im vierten Quartal gingen deren Zulassungen weltweit zurück, insbesondere im chinesischen Markt, der als Frühindikator für internationale Entwicklungen gilt. Nach Einschätzung von Strategy& wird der Hochlauf der Elektromobilität die Automärkte weiter verändern. Künftige Konzepte könnten über das Fahrzeug hinausgehen und etwa bidirektionales Laden einbeziehen. Damit könnten Elektroautos nicht nur zur Reduktion lokaler Emissionen im Straßenverkehr beitragen, sondern auch eine Rolle in der Energienutzung und -speicherung spielen.

(APA/red)

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Themen