Erneuerbaren-Mix verschiebt sich im Mai
Während Wind- und Solarstrom stark zulegen, erreicht die Wasserkraft in Österreich ein 25-Jahres-Tief.
Der österreichische Energiemix hat sich im Mai 2026 deutlich verschoben. Während die Wasserkraft aufgrund von Trockenheit und geringem Niederschlag einen historischen Tiefstand erreichte, konnten Windkraft und Photovoltaik kräftig zulegen und den Rückgang weitgehend ausgleichen.
Die Laufwasserkraft verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Produktionsrückgang. Gleichzeitig sorgten mehr Sonnenstunden für einen starken Anstieg der PV-Einspeisung, während auch die Windkraft spürbar mehr Strom lieferte. Insgesamt sank die erneuerbare Stromerzeugung dadurch nur leicht.
Nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers Austrian Power Grid (APG) zeigt diese Entwicklung die wachsende Bedeutung eines diversifizierten Energiesystems. Besonders die Kombination aus verschiedenen erneuerbaren Energiequellen sowie ein leistungsfähiges Stromnetz seien entscheidend, um Schwankungen einzelner Technologien auszugleichen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Trotz der Ausgleichseffekte kam es im Mai zu geringfügigen Nettoimporten von Strom. Gleichzeitig wurden an mehreren Tagen Stromexporte verzeichnet. Eingriffe ins Netzmanagement zur Stabilisierung der Versorgung nahmen im Vergleich zum Vorjahr zu, blieben jedoch im Kostenrahmen.
Mit dem beschlossenen Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz sollen Genehmigungen für Netze, Speicher und neue Anlagen künftig schneller erfolgen, um die Integration erneuerbarer Energien weiter zu beschleunigen.
APA/Red.