Geräte-Retter-Prämie startet fulminant
Die neue Geräte-Retter-Prämie ersetzt den Reparaturbonus und soll Reparieren wieder attraktiver machen.
Seit Montag ist die sogenannte Geräte-Retter-Prämie in Österreich verfügbar und wird bereits intensiv genutzt. Innerhalb weniger Tage wurden laut Angaben des Umweltministeriums 11.752 Bons beantragt, 3.498 davon bereits eingelöst. Abgewickelt wird die Förderung ausschließlich über die offizielle Plattform www.geräte-retter-prämie.at.
Reparieren statt Wegwerfen
Die Prämie richtet sich an Haushalte, die defekte Elektrogeräte reparieren lassen möchten. Gefördert werden klassische Alltagsgeräte wie Waschmaschinen, Kühlgeräte, Kaffeemaschinen oder Staubsauger, ebenso kleinere Werkzeuge wie Akkuschrauber. Auch Reparaturen von Geräten für die Krankenpflege – etwa Rollstühle, Pflegebetten oder medizinische Messgeräte – sind umfasst.
Der Staat übernimmt 50 Prozent der Reparaturkosten, maximal jedoch 130 Euro pro Gerät. Zusätzlich werden Kostenvoranschläge mit bis zu 30 Euro gefördert. Ziel ist es, funktionstüchtige Geräte länger im Einsatz zu halten und unnötigen Elektroschrott zu vermeiden.
Was nicht mehr gefördert wird
Im Vergleich zum früheren Reparaturbonus fällt der neue Förderrahmen allerdings enger aus. Nicht mehr unterstützt werden Reparaturen von Fahrrädern und E-Bikes, Mobiltelefonen sowie Luxus-, Wellness- und Unterhaltungsgeräten. Damit setzt die Geräte-Retter-Prämie einen klaren Schwerpunkt auf Haushalts- und Pflegegeräte mit hohem Nutzwert.
Nachhaltigkeit mit Anreizen
Aus Sicht des Umweltministeriums zeigt die hohe Nachfrage bereits nach wenigen Tagen, dass Reparieren für viele Menschen wieder eine reale Alternative zum Neukauf darstellt – besonders in Zeiten steigender Preise und wachsender Sensibilität für Ressourcenschonung.
Für Konsumenten bedeutet die Prämie: Wer defekte Geräte nicht vorschnell ersetzt, sondern reparieren lässt, spart Geld und leistet zugleich einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.
(APA/red)
