Höhere Preise im Winter bei Haushaltsenergie

Die Preise für Haushaltsenergie sind im Dezember 2025 im Jahresvergleich um 9,0 Prozent gestiegen.

09.02.2026 9:40
Redaktion
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Für viele Haushalte macht Energie 8–15 % der monatlichen Fixausgaben aus. In der Inflationsberechnung kommen diese Preissteigerungen jedoch weniger prominent zur Geltung. Im Dezember 2025 sind die Preise gar um 9,0 Prozent gestiegen.

Strom blieb Preistreiber im Jahresabstand. Mit einem Plus von 41,9 Prozent war Strom einmal mehr Preistreiber, wie aus dem Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur hervorgeht. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Preise für Haushaltsenergie hingegen um insgesamt 1,2 Prozent zurück, wobei vor allem Heizöl und Treibstoffe billiger wurden.

Insbesondere seit Jahresbeginn ist der Strompreis für Endkundinnen und Endkunden massiv gestiegen. Die Energieagentur erklärt dieses Plus vor allem mit dem Wegfall staatlicher Entlastungsmaßnahmen wie der “Strompreisbremse” Anfang 2025. “Dieser Einmaleffekt beeinflusste im Dezember letztmalig die Inflationsrate”, hieß es weiter. Ab den im Februar veröffentlichten Jänner-Werten werde der Jahresabstand beim EPI für Strom deutlich zurückgehen. Im Vergleich zum Vormonat blieben die Preise für Strom im Dezember mit plus 0,3 Prozent weitgehend stabil.

Erdgas wurde indes im Jahresvergleich um 3,5 Prozent teurer, im Monatsvergleich sank der Preis minimal um 0,1 Prozent. Die Erhöhungen der Gasnetzentgelte ab Jänner werden die Haushalte jedoch zusätzlich belasten, heißt es in der Aussendung der Energieagentur. Hauptursache sei der rückläufige Gasverbrauch sowie gesunkene Transitmengen, wodurch die Erhaltungskosten des Netzes auf geringere Abgabemengen verteilt werden müssten.

Rückgang bei Treibstoffen und Heizöl

Preise für Treibstoffe wie Diesel und Benzin waren zum Jahresende rückläufig. Diesel wurde gegenüber November 2025 um 2,8 Prozent billiger, Benzin um 2,6 Prozent. Auch Heizöl verbilligte sich im Monatsvergleich deutlich um 4,0 Prozent.

Die Entwicklung der Preise für feste Brennstoffe ergab ein gemischtes Bild. Holzpellets verteuerten sich im Jahresvergleich kräftig um 15,2 Prozent, im Monatsvergleich um 2,1 Prozent. Brennholz war im Dezember um 0,9 Prozent günstiger als im vergangenen Jahr, gegenüber dem Vormonat stieg der Preis minimal um 0,1 Prozent.

Damit zeigt sich wieder einmal verlässlich, dass die Haushaltsenergiepreise immer dann ansteigen, wenn am meisten davon benötigt wird.

(APA/red)

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