Neue Pläne zur finanziellen Beteiligung an Klimafolgen

Die UN diskutieren über verpflichtende Zahlungen der Industrie und eine Vermögenssteuer, um vom Klimawandel betroffene Regionen zu unterstützen.

02.02.2026 14:01
red04
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8 von 10 Menschen weltweit unterstützen eine Steuer auf Öl- und Gaskonzerne, wenn die Einnahmen direkt für Klimaschäden eingesetzt werden.

Die Vereinten Nationen diskutieren derzeit einen Vorschlag, der große Öl-, Gas- und Kohlekonzerne dazu verpflichten könnte, für die durch den Klimawandel entstandenen Schäden zu zahlen. Gleichzeitig wird eine Vermögenssteuer für sehr wohlhabende Personen erwogen, um Mittel für Klimaanpassung und Katastrophenhilfe bereitzustellen.

Prinzip „Verursacher zahlt“

Der Ansatz basiert auf dem Grundsatz „Wer verschmutzt, zahlt“: Unternehmen, die zur Entstehung von Klimaschäden beitragen, sollen einen Teil der Kosten übernehmen. Schätzungen zufolge hätten 20 % Zusatzsteuer auf die Gewinne der 100 größten fossilen Unternehmen seit dem Pariser Abkommen mehr als 1 Billion US-Dollar an zusätzlichen Einnahmen generieren können, die gezielt für von Klimaschäden betroffene Regionen genutzt werden könnten.

Internationale Sichtweisen

Der Vorschlag wurde 2022 von mehreren afrikanischen Staaten eingebracht, die besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Eine globale Umfrage von Greenpeace zeigt, dass rund 8 von 10 Menschen weltweit eine Steuer auf Öl- und Gaskonzerne unterstützen, wenn die Einnahmen direkt für Klimaschäden eingesetzt werden. Es gibt jedoch politische Vorbehalte. Einige wohlhabende Staaten prüfen noch die Umsetzung, während die USA sich aus den Verhandlungen zurückgezogen haben. Kritik richtet sich insbesondere darauf, dass der aktuelle Entwurf noch keine verbindlichen Mechanismen vorsieht, um umfangreiche Zahlungen von Konzernen sicherzustellen.

Ergänzende Steuer auf Vermögen

Zusätzlich wird eine Welt-Vermögenssteuer von bis zu 5 % für sehr wohlhabende Personen vorgeschlagen. Nach Berechnungen könnte diese jährlich bis zu 1,7 Billionen US-Dollar einbringen, die direkt in den globalen Klimafonds fließen könnten. Die Gespräche finden derzeit an der UN-Zentrale in New York statt. Ziel ist es, ein internationales Rahmenwerk zu entwickeln, das Transparenz, Verantwortung und eine gerechte Verteilung der Kosten von Klimaschäden gewährleistet.

(red)

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