Psychische Belastung Jugendlicher leicht gesunken
Jugendliche in Österreich zeigen kleine Fortschritte in ihrer psychischen Gesundheit, bleiben aber weiterhin stark belastet.
Die psychische Gesundheit von Jugendlichen in Österreich zeigt kleine Fortschritte, bleibt aber nach wie vor belastet. Laut der mental health days‑Studie 2025 geben viele Schüler an, sich oft müde, antriebslos oder gestresst zu fühlen. Gleichzeitig zeigt die Befragung mit über 8.000 Jugendlichen im Alter von rund 14 Jahren, dass sich einzelne Werte im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert haben – etwa die Zahl der Jugendlichen mit stark ausgeprägten depressiven Symptomen.
Blick in den Alltag
Die Studie basiert auf den eigenen Angaben der Jugendlichen. Sie beantworteten Fragen zu ihrem Alltag, zu Freundschaften, Familie und ihrem Umgang mit digitalen Medien. So entsteht ein Bild davon, wie junge Menschen heute leben, was ihnen gut tut und wo sie Unterstützung brauchen.
Handys, soziale Netzwerke und Stimmung
Smartphones und soziale Netzwerke prägen den Alltag vieler Jugendlicher. Im Durchschnitt verbringen sie täglich rund drei Stunden am Handy, etwa eine Stunde davon in Netzwerken wie Instagram oder TikTok. Die Studie zeigt, dass intensiver Gebrauch sozialer Netzwerke oft mit schlechterer Stimmung und depressiven Gefühlen einhergeht. Messenger-Dienste oder Nachrichtenkonsum dagegen haben kaum Einfluss auf das Wohlbefinden.
Belastung bleibt hoch
Trotz der leichten Verbesserungen geben viele Jugendliche an, regelmäßig müde, lustlos oder niedergeschlagen zu sein. Schlafprobleme und depressive Verstimmungen gehören für zahlreiche Befragte zum Alltag. Ein kleiner, aber besorgniserregender Teil berichtet, in den letzten Wochen Suizidgedanken gehabt zu haben.
Lebenszufriedenheit schwankt
Trotz dieser Belastungen fühlen sich viele Jugendliche insgesamt zufrieden mit ihrem Leben. Freundschaften und familiäre Beziehungen wirken sich positiv auf die Stimmung aus. Unterschiede zeigen sich jedoch zwischen sozialen Gruppen: Jugendliche, die nicht bei beiden Eltern leben oder sich als divers identifizieren, berichten über geringere Zufriedenheit.
Kleine Fortschritte, weiter Handlungsbedarf
Die Studie macht deutlich, dass psychische Belastungen unter Jugendlichen kein vorübergehendes Problem sind. Die leichten Verbesserungen zeigen, dass positive Entwicklungen möglich sind, gleichzeitig unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen, schulischer Unterstützung und gezielter Angebote zur Stärkung des Wohlbefindens junger Menschen.
(red)