Rekord bei E-Autos in Österreich
Im September waren 33,6 Prozent aller neu zugelassenen Pkw in Österreich reine Elektroautos.
Im September 2026 waren in Österreich 9.723 neu zugelassene batterieelektrische Pkw zu verzeichnen. Damit erreichten reine Elektroautos einen Anteil von 33,6 Prozent an allen Neuzulassungen. Insgesamt wurden im selben Zeitraum 28.968 Pkw neu zugelassen. Erstmals lag der Anteil rein elektrischer Fahrzeuge damit über der Marke von 30 Prozent. Mobilitätsminister Peter Hanke sieht darin ein Signal für die Entwicklung der Elektromobilität in Österreich. Die Bundesregierung wolle den Ausbau der Ladeinfrastruktur vorantreiben und mit verständlicher Information sowie verlässlichen Rahmenbedingungen den Umstieg unterstützen.
Weniger Abhängigkeit von Ölimporten
Das Mobilitätsministerium verweist neben der Fahrzeugtechnologie auch auf die Bedeutung der Elektromobilität für die Energieversorgung. Während die Preise für Benzin und Diesel von internationalen Entwicklungen und den Rohölpreisen beeinflusst werden, kann der Verkehr mit Elektroautos stärker auf Strom als Energieträger umgestellt werden. Die Bundesregierung sieht darin eine Möglichkeit, die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten und internationalen Preisschwankungen zu verringern. Hanke zufolge sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, damit Haushalte und Unternehmen Elektroautos im Alltag einfach und verlässlich nutzen können.
Kampagne gegen Vorbehalte
Mit der Kampagne „Keine E-ngste mehr!“ will das Mobilitätsministerium häufige Fragen und Unsicherheiten rund um Elektroautos aufgreifen. Im Mittelpunkt stehen Reichweite und Laden, Kosten sowie die Batterie. Die Kampagne soll Fakten verständlich vermitteln und Interessierten eine Grundlage für ihre Entscheidung bieten. Laut Hanke gehe es dabei nicht darum, Menschen zum Kauf eines Elektroautos zu überreden, sondern sie sachlich zu informieren. Welche Antriebsform geeignet sei, müsse jeder anhand der eigenen Anforderungen und des persönlichen Alltags beurteilen können.
Mehr als 40.000 öffentliche Ladepunkte
Neben der Information ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur ein Schwerpunkt. In Österreich stehen nach Angaben des Ministeriums inzwischen mehr als 40.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung. Unter dem Programm eMOVE Austria werden Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Ladenetzes gebündelt. Auch der Ausbau von Ladeinfrastruktur entlang von Autobahnen und Schnellstraßen soll beschleunigt werden. Dafür verweist das Ministerium auf eine Novelle des Bundesstraßengesetzes. Ziel ist es, das Laden im Alltag und auf längeren Strecken praktikabler zu machen.
(PA/red)