Weniger Medienberichte zur Klimapolitik

Studie zeigt deutlichen Rückgang und stärkeren Fokus auf Wirtschaftsthemen.

14.04.2026 12:48
red04
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Eine aktuelle Analyse des Kontext-Instituts zeigt, dass österreichische Medien im Jahr 2025 deutlich seltener über Klimapolitik berichtet haben. Im Vergleich zu 2023 ging die Berichterstattung um rund ein Viertel zurück, auch gegenüber 2024 wurde ein Minus verzeichnet. Untersucht wurden Beiträge aus großen Tageszeitungen sowie Sendungen des ORF.

Inhaltlich verlagerte sich der Diskurs stärker in Richtung Wirtschafts- und Standortpolitik. Insgesamt wurde der Großteil der Beiträge als konstruktiv bewertet, während rund ein Viertel als verzögernd oder bremsend eingestuft wurde. Besonders Wissenschaftler äußerten sich überwiegend konstruktiv, während politische Akteure häufiger als bremsend eingeordnet wurden.

Unter den Parteien kam die ÖVP am häufigsten zu Wort, gefolgt von den Grünen. SPÖ, FPÖ und NEOS waren deutlich seltener vertreten. Inhaltlich zeigten sich die Grünen am konstruktivsten, während die FPÖ am häufigsten mit kritischen oder ablehnenden Positionen auffiel.

Die Politik dominierte insgesamt den Diskurs, während Aktivisten nur eine geringe Rolle spielten. Gleichzeitig nahm der Anteil von Unternehmen deutlich zu. Thematisch standen vor allem Energie, Mobilität und wirtschaftliche Fragen im Mittelpunkt, was auch aktuelle Debatten über Energieversorgung und Preise widerspiegelt.

Die Studienautoren sehen trotz rückläufiger Berichterstattung positive Ansätze, da viele Beiträge die Chancen einer Verbindung von Klimaschutz und Wirtschaft betonen.

APA/Red.

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