40 weitere Tierarten unter internationalem Schutz

Die Bonner Konvention wird um zahlreiche gefährdete Arten erweitert, um deren Schutz entlang der Wanderrouten zu verbessern.

30.03.2026 14:58
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Wandernde Tiere wie Zugvögel, Meeressäuger oder bestimmte Fischarten sind besonders gefährdet, da sie auf intakte Lebensräume entlang ihrer gesamten Wanderrouten angewiesen sind.

Auf einer internationalen Artenschutzkonferenz in Brasilien haben die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen beschlossen, den Schutz für zahlreiche wandernde Tierarten auszuweiten. Insgesamt sollen künftig rund 40 weitere Arten unter besonderen internationalen Schutz gestellt werden. Die Entscheidung fiel zum Abschluss der 15. Vertragsstaatenkonferenz der sogenannten Bonner Konvention (CMS) in Campo Grande.

Globale Krise der Biodiversität

Die Konferenz stand im Zeichen einer sich verschärfenden Biodiversitätskrise. Wissenschaftliche Berichte zeigen, dass die Bestände vieler wandernder Tierarten weltweit zurückgehen. Rund die Hälfte der untersuchten Populationen nimmt ab, etwa ein Viertel gilt als vom Aussterben bedroht. Zu den wichtigsten Ursachen zählen der Verlust und die Zerschneidung von Lebensräumen, Übernutzung durch Jagd und Fischerei sowie Umweltverschmutzung. Besonders kritisch ist die Lage im marinen Bereich, wo zahlreiche Fischarten stark gefährdet sind.

Neue Arten unter Schutz gestellt

Mit dem Beschluss werden etwa 40 zusätzliche Tierarten in die Schutzlisten der Bonner Konvention aufgenommen. Diese internationale Vereinbarung verpflichtet die beteiligten Staaten, Maßnahmen zum Erhalt wandernder Arten über Ländergrenzen hinweg zu koordinieren. Wandernde Tiere wie Zugvögel, Meeressäuger oder bestimmte Fischarten sind besonders gefährdet, da sie auf intakte Lebensräume entlang ihrer gesamten Wanderrouten angewiesen sind. Nationale Schutzmaßnahmen allein reichen daher oft nicht aus.

Internationale Zusammenarbeit

Neben der Erweiterung der Schutzlisten wurden auf der Konferenz weitere Maßnahmen diskutiert und teilweise beschlossen. Dazu zählen strengere Schutzregeln, internationale Aktionspläne sowie eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Staaten, Wissenschaft und Naturschutzorganisationen. Ein zentrales Ziel ist es, Wanderkorridore zu sichern und besser miteinander zu vernetzen, um den Tieren sichere Routen zwischen Brut-, Nahrungs- und Überwinterungsgebieten zu ermöglichen.

(red)

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