Tirols Stromfalle

Wasserkraft schützt nicht automatisch – viele Haushalte sitzen im Ernstfall im Dunkeln.

24.02.2026 12:53
red04
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Während Schlagzeilen über Blackouts in Großstädten schnell verschwinden, zeigt sich in Tirol eine gefährliche Illusion: Trotz einer der stabilsten Stromversorgungen Europas könnten bei Unwettern oder technischen Störungen Tausende Haushalte plötzlich im Dunkeln sitzen. Die Gefahr liegt dabei weniger im Netz selbst, sondern in der Abhängigkeit der eigenen Technik.

Photovoltaikanlagen auf dem Dach vermitteln vielen Hausbesitzern falsche Sicherheit. Ohne externes Netzsignal liefern die Anlagen jedoch keinen Strom – selbst wenn die Sonne scheint und die Tiroler Kraftwerke genügend Energie erzeugen. „Sie haben wertvolle Technik auf dem Dach, aber im Ernstfall kommt im Haus keine einzige Kilowattstunde davon an“, erklärt Ing. Hannes Klingler von getAutark. Standard-Solaranlagen benötigen zwingend die Netzfrequenz von außen und schalten sich bei Netzausfall automatisch ab.

Die Lösung: Kontrolle über die eigene Energie übernehmen. Häuser sollten technisch in der Lage sein, sich bei Störungen selbst zu stabilisieren und unabhängig vom öffentlichen Netz zu funktionieren. „Die Verantwortung endet nicht beim Energieversorger, sondern am eigenen Schaltschrank“, betont Klingler. Nur wer auf Systeme setzt, die echte Autarkie und Blackout-Vorsorge ermöglichen, kann sicherstellen, dass Stromversorgung auch unter extremen Bedingungen zuverlässig bleibt.

Letztlich geht es um eine strategische Entscheidung: Die Eigenversorgung selbst in die Hand nehmen, bevor das nächste Unwetter zuschlägt.

APA/Red.

 

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