Schneedecken in Österreich nehmen stark ab

Die Schneedecken in Österreich nehmen deutlich ab, was den Wasserhaushalt, die Landwirtschaft und die Energieversorgung zunehmend unter Druck setzt.

19.03.2026 11:43
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© Adobe Stock
Die Schneedeckendauer verkürzt sich um rund einen Tag pro Jahr.

Eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft zeigt, dass die Schneedecken in Österreich deutlich abnehmen. Forschungsteams der TU Wien, der Universität Graz, der BOKU Wien und der GeoSphere Austria untersuchten die Auswirkungen auf Wasserhaushalt und Klima.

Schnee schmilzt schneller

Die Schneedeckendauer verkürzt sich um rund einen Tag pro Jahr, die mittlere Schneehöhe sinkt um etwa einen Zentimeter pro Jahr. In tieferen Lagen ist die Schneedecke seit 1960 um etwa 60 Prozent kürzer und die Schneehöhe um 70 Prozent geringer geworden. Prognosen bis 2050 erwarten weitere deutliche Rückgänge, besonders in niedrigen Lagen. Auch die Gletscher verlieren massiv an Masse. Bis 2050 könnte zwischen 70 und 80 Prozent der heutigen Gletschermasse verloren gehen, was den natürlichen Wasserspeicher stark beeinträchtigt und den Wasserhaushalt in Trockenzeiten unter Druck setzt.

Folgen für Wasserversorgung

Frühere Schneeschmelze verschiebt Abflussmaxima und reduziert die Wasserverfügbarkeit im Sommer. Trinkwasserversorgung, Energie, Landwirtschaft und Ökosysteme sind betroffen. Umweltminister Norbert Totschnig betont die Bedeutung gezielter Vorsorge. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit technischer und organisatorischer Maßnahmen, wie vernetzte Versorgungssysteme, angepasste Stauseensteuerung und alternative Wasserquellen. Der Endbericht des Projekts wird Ende 2026 erwartet und soll Prognosen bis 2100 liefern.

(PA/red)

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