Australien ruft zum Spritsparen auf

Anthony Albanese fordert die Australier auf, Kraftstoff zu sparen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und Vorratshaltung zu vermeiden.

01.04.2026 12:42
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Die stark gestiegenen Ölpreise haben Australiens Ministerpräsident Anthony Albanese dazu veranlasst, die Bevölkerung auf länger anhaltende wirtschaftliche Folgen des Konflikts im Nahen Osten einzustimmen. In einer landesweiten Ansprache am Mittwoch appellierte Albanese an die Bürger, in den kommenden Wochen nur so viel Benzin und Diesel zu tanken, wie wirklich nötig ist, und auf Vorrat zu verzichten.

„Die wirtschaftlichen Erschütterungen durch diesen Krieg werden uns monatelang begleiten“, sagte Albanese. Besonders im Hinblick auf die bevorstehenden Osterfeiertage sei Besonnenheit gefragt. Wer könne, solle auf Bus, Zug oder Straßenbahn umsteigen, um den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.

Die Ansprache wurde zeitgleich über die großen Fernsehsender und Radiokanäle des Landes übertragen – eine Vorgehensweise, die zuletzt während der Corona-Pandemie und der Finanzkrise 2008 üblich war. „Ich verstehe, dass es derzeit schwerfällt, positiv zu bleiben“, so der Premier. „Der Krieg im Nahen Osten hat den größten Anstieg der Benzin- und Dieselpreise in unserer Geschichte verursacht.“ Australien ist zwar nicht direkt in den Konflikt involviert, trägt jedoch die Auswirkungen über höhere Treibstoffkosten.

Der Konflikt zwischen den USA und Israel auf der einen Seite und dem Iran auf der anderen, einschließlich der iranischen Blockade der Straße von Hormuz, hat weltweit zu Preissteigerungen geführt. In Australien, das rund 90 Prozent seines Kraftstoffbedarfs importiert, kommt es teils zu lokalen Engpässen.

Entlastungsmaßnahmen der Regierung
Um Haushalte und Unternehmen zu unterstützen, hat die australische Regierung angekündigt, die Umsatzsteuer auf Benzin und Diesel für drei Monate zu halbieren. Dies kostet den Staat umgerechnet etwa 1,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig sollen kleinen Betrieben Kreditzugänge erleichtert werden, um die wirtschaftliche Belastung abzufedern.

Obwohl Australien über die höchsten Treibstoffreserven seit 15 Jahren verfügt, liegen diese noch unter der von der Internationalen Energieagentur (IEA) empfohlenen Menge für 90 Tage. Die Maßnahmen der Regierung sollen daher helfen, die Versorgung zu sichern und gleichzeitig die Auswirkungen auf Verbraucher und Unternehmen zu reduzieren.

APA/Red.

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