Windkraft: Sternwald wieder im Fokus

Oberösterreich plant, den Sternwald erneut als Beschleunigungszone für Windkraft auszuweisen – trotz Bedenken aus Tschechien.

17.04.2026 9:34
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Oberösterreich plant, den Sternwald erneut als Beschleunigungszone für Windkraft auszuweisen – trotz Bedenken aus Tschechien.

In Oberösterreich kommt es zu einer Kurskorrektur bei den geplanten Windkraft-Beschleunigungszonen. Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) kündigte an, den Mühlviertler Sternwald wieder in die entsprechende Verordnung aufzunehmen. Das Gebiet war zuvor aufgrund von Einwänden aus Tschechien vorübergehend aus der Planung gestrichen worden.

Rückendeckung erhält Achleitner von Landeshauptmann Thomas Stelzer, der sich klar für die Wiedereinbindung des Sternwalds ausgesprochen hat. Aus Sicht des Landes überwiegt das öffentliche Interesse am Ausbau erneuerbarer Energien die geäußerten Bedenken des Nachbarlandes.

Die zwischenzeitliche Herausnahme des Gebiets wurde damit begründet, dass eine Fachabteilung die Einwände aus Tschechien vorsorglich berücksichtigen wollte. Gleichzeitig läuft für das geplante Windkraftprojekt im Sternwald bereits ein Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren. Bei einem positiven Bescheid gilt eine Umsetzung als wahrscheinlich.

Achleitner betonte, dass die Bedenken hinsichtlich möglicher grenzüberschreitender Auswirkungen ernst genommen würden. Dennoch sei der Ausbau der Windkraft ein zentrales energiepolitisches Ziel. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf das Kernkraftwerk Temelín in Tschechien, das trotz österreichischer Einwände errichtet wurde.

Die Entscheidung unterstreicht die Priorität, die Oberösterreich dem Ausbau erneuerbarer Energien beimisst – auch im Spannungsfeld internationaler Interessen.

APA/Red.

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