Zahl der Krebsfälle weltweit steigt deutlich

Weltweit sind 2024 rund 20,6 Millionen Menschen neu an Krebs erkrankt, während 9,8 Millionen an einer Krebserkrankung starben.

08.09.2026 15:04
red04
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Die Zahl der Krebsfälle dürfte in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen.

Weltweit sind 2024 rund 20,6 Millionen Menschen neu an Krebs erkrankt. 9,8 Millionen Menschen starben im selben Jahr an einer Krebserkrankung. Das geht aus den aktuellen GLOBOCAN-Daten der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) hervor, die in der Fachzeitschrift CA: A Cancer Journal for Clinicians veröffentlicht wurden. Den Berechnungen zufolge entwickelt etwa jeder fünfte Mensch im Laufe seines Lebens Krebs. Bei Männern stirbt etwa einer von neun an der Erkrankung, bei Frauen eine von 13.

Lungenkrebs am häufigsten

Lungenkrebs war 2024 weltweit die häufigste Krebsart. Rund 2,6 Millionen neue Fälle entfielen darauf, was einen Anteil von 12,8 Prozent entspricht. Dahinter folgten Brustkrebs bei Frauen mit 11,8 Prozent sowie Darmkrebs mit 9,9, Prozent. Prostata- und Magenkrebs machten 7,5 beziehungsweise 4,7 Prozent der Neuerkrankungen aus. Auch bei den Todesfällen lag Lungenkrebs an erster Stelle. Rund 1,9 Millionen Menschen starben daran. Das entspricht 19,1 Prozent aller Krebstodesfälle. Dahinter folgten Darm-, Leber-, Brust- und Magenkrebs.

Deutlicher Anstieg bis 2050 erwartet

Die Zahl der Krebsfälle dürfte in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen. Die Studie geht davon aus, dass 2050 weltweit rund 34,4 Millionen neue Fälle auftreten könnten. Das wären 67 Prozent mehr als 2024. Die erwartete Zunahme fällt dabei je nach Region unterschiedlich aus. Besonders stark dürfte die Belastung in Ländern mit einem niedrigeren Entwicklungsstand steigen. Die Autoren führen die Entwicklung vor allem auf das Wachstum und die Alterung der Weltbevölkerung zurück.

Fast die Hälfte der Todesfälle vermeidbar

Nach Einschätzung der Forscher könnten weltweit rund 48 Prozent der Krebstodesfälle grundsätzlich vermieden werden. Etwa ein Drittel wird dabei vermeidbaren Risikofaktoren zugerechnet, weitere 15 Prozent könnten durch eine frühe Erkennung und einen besseren Zugang zu Behandlung verhindert werden. Als wichtigste Ansatzpunkte für die Prävention nennen die Autoren unter anderem die Verringerung des Tabakkonsums, die Vermeidung bestimmter Infektionen und eines hohen Alkoholkonsums sowie die Reduktion von Übergewicht und mehr körperliche Aktivität.

(red)

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