300 Megawatt für grünen Wasserstoff in Spanien
In Andalusien entsteht eine Großanlage für grünen Wasserstoff, die ab 2027 jährlich 50.000 Tonnen des Energieträgers produzieren soll.
In Andalusien hat der Bau einer Großanlage für grünen Wasserstoff begonnen. Das spanische Energieunternehmen Moeve investiert in der ersten Phase rund eine Milliarde Euro in das Projekt „Onuba“ in Palos de la Frontera. Die Anlage soll eine Leistung von 300 Megawatt erreichen und jährlich rund 50.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren.
Strom aus Wind und Sonne
Für die Elektrolyse von Wasser soll ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne eingesetzt werden. Auch beim Wasserverbrauch setzt das Projekt auf eine Alternative zu Trinkwasser: Aufbereitetes Abwasser aus Haushalten und der Wirtschaft soll für die Produktion verwendet werden. Laut Planung könnte die Anlage zum Jahreswechsel 2027/2028 in Betrieb gehen. Durch die Produktion sollen jährlich rund 250.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. Das Projekt wird mit 304 Millionen Euro aus dem EU-Aufbauprogramm „Next Generation EU“ unterstützt.
Ausbau auf 2.000 Megawatt geplant
In einer zweiten Phase soll das Projekt zum „Andalusiens grünen Wasserstoff-Valley“ ausgebaut werden. Vorgesehen sind eine Erweiterung der Anlage in Palos de la Frontera sowie eine weitere Produktionsstätte in San Roque in der Provinz Cádiz. Die Gesamtleistung soll dadurch auf 2.000 Megawatt steigen. Geplant ist eine Jahresproduktion von bis zu 300.000 Tonnen grünem Wasserstoff. Spanien will den Energieträger langfristig auch per Pipeline an energieintensive Industrien in anderen europäischen Ländern liefern.
(APA/red)
