Airlines fordern Lockerung bei grünem Kerosin

Branche sieht Vorgaben wegen hoher Kosten und geringer Verfügbarkeit kritisch

18.03.2026 9:47
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Mehrere Fluggesellschaften setzen sich dafür ein, die EU-Vorgaben zur Nutzung von synthetischem, klimafreundlichem Kerosin (eSAF) zu lockern. Konkret geht es um die geplante Beimischungsquote von 1,2 Prozent ab dem Jahr 2030. Branchenvertreter argumentieren, dass eSAF derzeit zu teuer sei und nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehe. Eine Verschiebung oder Anpassung der Regelung wird daher diskutiert.

Der Branchenverband Airlines for Europe (A4E), dem unter anderem große europäische Fluggesellschaften angehören, will diese Forderung auf einer Konferenz vorbringen. Auch aus der Unternehmensführung wird Kritik laut: Die aktuellen Klimaschutzvorgaben würden europäische Airlines im internationalen Wettbewerb benachteiligen.

Laut A4E könnte die Produktion von eSAF bis 2030 nur einen Teil des tatsächlichen Bedarfs decken. Dadurch könnten zusätzliche Kosten entstehen, die letztlich an Passagiere weitergegeben werden. Umweltorganisationen warnen hingegen vor einer Abschwächung der Ziele, da dies die Entwicklung nachhaltiger Technologien bremsen könnte.

Synthetische Treibstoffe gelten zwar als klimafreundlicher als herkömmliche Biokraftstoffe, sind jedoch deutlich teurer in der Herstellung. Insgesamt steht die Luftfahrtbranche derzeit unter wirtschaftlichem Druck, unter anderem durch steigende Treibstoffkosten und geopolitische Entwicklungen.

APA/Red.

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