EABG soll Wärmewende beschleunigen

Neues Gesetz soll Ausbau erneuerbarer Energie und Fernwärme erleichtern – Fachverband fordert jedoch Anpassungen bei Wasser- und Bergrecht.

16.06.2026 11:24
red04
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Das kürzlich beschlossene Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EABG) soll den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen und insbesondere die Wärmewende voranbringen. Vorgesehen sind schnellere Genehmigungsverfahren für Stromnetze, aber auch für Projekte im Bereich Fernwärme, Biomasse, Abwärmenutzung, Großwärmepumpen und Geothermie.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Nutzung von Tiefengeothermie. In mehreren Regionen Österreichs – etwa im Großraum Graz, in Wien oder im oberösterreichischen Braunau – werden derzeit Projekte zur Nutzung heißer unterirdischer Wasserquellen für die Energieversorgung entwickelt. Großvorhaben wie das Projekt „Tiefenkraft“ sollen die Grundlage für eine klimafreundliche Wärmeversorgung schaffen.

Laut Fachverband Gas Wärme wird das EABG grundsätzlich begrüßt, da es Investitionen beschleunigen und Genehmigungen vereinfachen könne. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass bestehende Regelungen im Wasserrecht und Bergrecht den Ausbau in der Praxis weiterhin deutlich verzögern könnten.

Gerade bei Tiefengeothermie-Projekten komme es häufig zu komplexen und langwierigen Verfahren, da diese in rechtliche Strukturen fallen, die ursprünglich nicht auf moderne Energiegewinnung ausgerichtet seien. Unterschiedliche Zuständigkeiten sowie umfangreiche Gutachtenpflichten führten in vielen Fällen zu jahrelangen Genehmigungsprozessen.

Der Fachverband spricht sich daher für eine Anpassung dieser gesetzlichen Rahmenbedingungen aus, um Verfahren zu vereinfachen und besser auf die Anforderungen der Energiewende abzustimmen. Ziel sei es, Investitionen zu beschleunigen und den Ausbau klimafreundlicher Fernwärme effizienter zu gestalten.

APA/Red.

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