Elektroauto-Markt legt Pause ein
Schwäche in China und den USA bremst globale Entwicklung.

Die weltweiten Verkaufszahlen von Elektroautos sind im ersten Quartal leicht zurückgegangen. In 43 von PwC untersuchten Märkten wurden rund 2,7 Millionen Fahrzeuge verkauft – etwa ein Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dieser Rückgang ist bemerkenswert, da der Markt zuletzt kontinuierlich gewachsen war.
Hauptgrund für die schwächere Entwicklung ist der deutliche Absatzrückgang in China, dem größten Einzelmarkt. Dort sanken die Verkaufszahlen um 20 Prozent auf 1,32 Millionen Fahrzeuge. Auch in den USA gingen die Verkäufe deutlich zurück – um 23 Prozent auf rund 233.000 Einheiten.
Zwar konnten andere Regionen, insbesondere Europa, Zuwächse verzeichnen, diese reichten jedoch nicht aus, um die Verluste auszugleichen. In Europa stiegen die Verkäufe um 26 Prozent auf etwa 724.000 Fahrzeuge, vor allem dank starker Nachfrage in Deutschland und Frankreich.
Trotz insgesamt rückläufiger Stückzahlen wächst die Bedeutung von Elektroautos weiter. Der Marktanteil erreichte mit 16 Prozent einen neuen Höchstwert für ein erstes Quartal, auch weil der Absatz von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor stärker zurückging.
PwC führt die Schwäche in China unter anderem auf Sondereffekte wie reduzierte Förderungen zurück und erwartet bereits im nächsten Quartal wieder steigende Verkaufszahlen. Europäische Hersteller profitieren derweil von neuen, wettbewerbsfähigen Modellen, stehen aber weiterhin vor Herausforderungen bei Kosten und Innovationsgeschwindigkeit.
APA/Red.