FTI‑Pakt soll Klima- und Energieforschung stärken
Die österreichische Bundesregierung stellt den neuen Forschungspakt 2027–2029 vor, mit Schwerpunkten auf Klima, Energie und nachhaltige Technologien.

Die Bundesregierung hat den neuen Forschungs‑, Innovations‑ und Technologie‑Pakt (FTI‑Pakt) für die Jahre 2027 bis 2029 am heutigen Dienstag im Rahmen einer Ministerratsitzung vorgestellt. Der Pakt war gesetzlich eigentlich bereits zum Jahreswechsel fällig, wurde aber erst mit deutlicher Verspätung präsentiert. Insgesamt sieht der Rahmenplan 5,49 Milliarden Euro vor, die über drei Jahre für zentrale Forschungsprogramme, Infrastruktur sowie technologiebezogene Maßnahmen bereitgestellt werden sollen.
Schwerpunkt auf Grundlagenforschung
Rund 3 Milliarden Euro der Mittel entfallen auf das Wissenschaftsministerium, das vor allem die Grundlagenforschung fördert. Weitere Mittel stehen für Infrastruktur und wirtschaftsnahe Programme zur Verfügung. Der Pakt setzt strategische Schwerpunkte auf Klima- und Energieziele sowie die Weiterentwicklung zentraler Schlüsseltechnologien. Forschungsprojekte in diesen Bereichen sollen Grundlagen für zukünftige Lösungen im Umwelt- und Energiebereich schaffen.
Umwelttechnologien und Innovation
Der FTI-Pakt soll die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Forschung stärken und die Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in praktische Anwendungen erleichtern. Besonders relevant sind Projekte, die zur Energiewende, zum Klimaschutz und zu nachhaltiger Produktion beitragen. Durch gezielte Förderungen sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen Impulse für innovative, umweltbezogene Technologien erhalten.
Politische Aushandlungen
Die Aushandlung des Pakts zog sich länger hin als geplant. Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft hatten auf eine rasche Festlegung der Mittel gedrängt, um Planungssicherheit für die kommenden Jahre zu schaffen. Die verspätete Präsentation führte zu Unsicherheiten insbesondere bei angewandten Forschungsprogrammen. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer bezeichnete den Abschluss dennoch als „wesentlichen Erfolg“ und betonte, dass die Verhandlungen zwischen den Ressorts intensiv gewesen seien.
Ausblick für kommenden Jahre
Die konkrete Mittelverteilung auf einzelne Programme und Projekte wird im Laufe des Jahres verhandelt. Begünstigt sind etablierte Forschungseinrichtungen wie die Österreichische Akademie der Wissenschaften, das Institute of Science and Technology Austria, die Forschungsförderungsgesellschaft und der Wissenschaftsfonds. Für Klima-, Energie- und Umweltforschung soll der Pakt langfristige Planungssicherheit und die Möglichkeit, innovative Projekte im Bereich nachhaltiger Technologien zu fördern, bieten.
(red)