Heizen mit Holz wird immer sauberer
Moderne Biomasseheizungen in Österreich reduzieren Feinstaub- und CO₂-Emissionen deutlich.
Laut einer aktuellen Studie des Forschungszentrums BEST (Bioenergy and Sustainable Technologies) könnten die Staubemissionen aus Kleinfeuerungen bis 2050 um bis zu 90 % sinken, wenn veraltete Anlagen durch moderne Holzöfen und Kessel ersetzt werden.
„Durch den Einsatz fortschrittlicher Feuerungen und deren sachgerechten Betrieb wird die Luftqualität deutlich verbessert“, erklärt Studienautor Markus Schwarz. Messungen zeigen bereits einen Rückgang der Feinstaubbelastung im inneralpinen Bereich von 47 % zwischen 2005 und 2022.
Österreich ist seit Jahren Vorreiter bei emissionsarmen Biomassekesseln: Während veraltete Allesbrenner und Naturzugskessel für über 50 % der Feinstaubemissionen verantwortlich sind, liegen moderne automatische Pellet- und Hackgutkessel bei nur rund 2–3 %. Sekundäre Staubabscheider und elektronische Verbrennungsregelungen sorgen zusätzlich für saubere Luft.
„Biomasseheizungen leisten einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz, da sie fossile Brennstoffe ersetzen und Treibhausgase in Gebäuden reduzieren“, betont Franz Titschenbacher, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes. Die BEST-Studie zeigt, dass der Austausch alter Feuerungen der effizienteste Weg ist, um Emissionen zu verringern – härtere Grenzwerte bringen nur marginale Verbesserungen.
Selbst Grill- und Brauchtumsfeuer verursachen mehr Feinstaub als moderne Holzheizungen, unterstreicht die Untersuchung, und verdeutlicht den Beitrag fortschrittlicher Biomassetechnik für saubere Luft und Klimaschutz in Österreich.
APA/Red.