Klimawandel beeinflusst im Wintertourismus
Viele Skigäste berücksichtigen Klimafaktoren zunehmend bei der Wahl ihres Reiseziels.
Eine aktuelle Befragung von Protect Our Winters (POW) zeigt, dass der Klimawandel eine immer größere Rolle im Wintertourismus spielt. Die sogenannte Gondelbefragung wurde im Rahmen des Projekts „Fokusjahre“ der Tourismusregion Saalfelden-Leogang durchgeführt und wissenschaftlich begleitet, unter anderem von Robert Steiger.
Die Ergebnisse machen deutlich: 81 % der befragten Skigäste setzen sich beim Skifahren mit dem Klimawandel auseinander. Für rund drei Viertel ist die Schneelage ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Skigebiets. Mehr als die Hälfte würde bei unsicheren Bedingungen künftig eher Regionen mit höherer Schneesicherheit buchen oder den Reisezeitpunkt anpassen.
Veränderungen durch den Klimawandel werden überwiegend negativ wahrgenommen. Genannt werden vor allem weniger Naturschnee, kürzere Saisonen und eine geringere Schneequalität. Technische Beschneiung wird zwar als notwendige Maßnahme gesehen, gleichzeitig gewinnen alternative, schneeunabhängige Angebote an Bedeutung.
Auch Klimaschutzmaßnahmen stoßen auf Akzeptanz: Windkraftanlagen im Skigebiet werden von einem Drittel der Befragten positiv bewertet, etwa die Hälfte steht ihnen neutral gegenüber. Nur eine Minderheit empfindet sie als störend.
Die Befragung fand Ende Februar 2026 im Skigebiet Leogang statt. 536 Personen nahmen daran teil, die Teilnahme erfolgte direkt während der Gondelfahrt per Fragebogen oder QR-Code.
Die Ergebnisse sollen am 15. April 2026 bei einer öffentlichen Veranstaltung in Saalfelden vorgestellt werden und zeigen insgesamt, dass Klimaschutz und Anpassung im Tourismus zunehmend auch den Erwartungen der Gäste entsprechen.
APA/Red.