Klimawandel belastet heimische Erdbeerernte
Klimawandel und zunehmende Wetterextreme setzen Österreichs Erdbeerbauern unter Druck und führen zu Ertragseinbußen.
Die diesjährige Erdbeersaison ist für viele heimische Betriebe schwächer ausgefallen als im vergangenen Jahr. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ) haben lange Trockenperioden, starke Temperaturschwankungen und Spätfröste die Produktion belastet. Der Klimawandel habe den Erdbeerbauern zunehmend zugesetzt und zu Ertragseinbußen geführt, erklärte die LKÖ nach Saisonende. Konkrete Erntedaten liegen noch nicht vor. Laut Rückmeldungen aus den Betrieben wird die Erntemenge jedoch voraussichtlich unter dem Vorjahreswert von 14.100 Tonnen bleiben.
Höheres Produktionsrisiko
Mit der Zunahme extremer Wetterereignisse steige auch das Risiko für die landwirtschaftliche Produktion, betonte Branchenvertreter Manfred Kohlfürst. Um den Folgen des Klimawandels besser begegnen zu können, seien Investitionen in Bewässerungssysteme, Frostschutz sowie weitere klimaresiliente Produktionsmaßnahmen notwendig. Dafür brauche es aus Sicht der Branche entsprechende Planungs- und Investitionssicherheit.
Heimische Erdbeeren in den Supermärkten
Ein Store-Check in Österreich habe außerdem gezeigt, dass während der Hauptsaison überwiegend heimische Erdbeeren in den Supermarktregalen angeboten wurden. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer war dies auch darauf zurückzuführen, dass weniger Ware aus dem Ausland verfügbar war. Kohlfürst sprach sich dafür aus, heimischen Erdbeeren im Supermarkt den Vorzug gegenüber Importware zu geben, sofern diese in ausreichender Menge verfügbar sind.
(APA/red)