Kreislaufwirtschaft als Weg aus der Ressourcenkrise

Weniger Verbrauch, mehr Nachhaltigkeit: Ein Gesetz könnte Umwelt- und Sozialziele verbinden.

25.03.2026 13:29
red04
© Adobe

Am 2. April fällt in Österreich heuer der nationale Welterschöpfungstag. Würden alle Menschen so leben wie dort, wären die jährlich verfügbaren Ressourcen der Erde bereits zu diesem Zeitpunkt aufgebraucht. Der aktuelle Verbrauch entspricht fast vier Planeten. Als zentrale Lösung gilt die Kreislaufwirtschaft, die auf Wiederverwendung, Reparatur und Recycling setzt.

Studien zeigen, dass solche Maßnahmen die Treibhausgasemissionen im Schnitt um rund 17 Prozent senken können. In Kombination mit Energieeffizienz und erneuerbarer Energie steigt das Einsparpotenzial auf etwa 50 Prozent. Kreislaufwirtschaft umfasst dabei weit mehr als Recycling – sie reicht von der Vermeidung unnötiger Produkte bis hin zu neuen Nutzungsmodellen.

Neben ökologischen Effekten spielen auch soziale Aspekte eine Rolle. Menschen mit geringerem Einkommen greifen häufiger auf Reparatur oder Second-Hand-Angebote zurück, stoßen jedoch oft auf fehlende oder zu teure Angebote. Damit nachhaltiges Verhalten breiter umgesetzt werden kann, braucht es leistbare und gut zugängliche Lösungen für alle Bevölkerungsgruppen.

In Österreich gibt es bereits einzelne Maßnahmen wie Reparaturbonus oder Pfandsysteme. Ein umfassendes Gesetz fehlt jedoch bislang. Organisationen wie GLOBAL 2000 haben daher einen Entwurf für ein Kreislaufwirtschaftsgesetz vorgelegt. Ziel ist es, klare Rahmenbedingungen zu schaffen, Ressourcenverbrauch zu senken und nachhaltige Wirtschaftsweisen zu fördern.

Geplant sind unter anderem langlebigere und reparierbare Produkte, verstärkte Nutzung bestehender Gebäude, Einschränkungen kurzlebiger Geschäftsmodelle sowie der Ersatz problematischer Materialien. Insgesamt soll so nicht nur die Umwelt entlastet, sondern auch die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit gestärkt werden.

APA/Red.

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