Kubas Versorgungskrise spitzt sich zu
Stromausfälle, steigende Preise und Engpässe prägen den Alltag auf Kuba.
Die anhaltende Krise in Kuba führt zu massiven Einschränkungen im täglichen Leben. Aufgrund fehlender Treibstofflieferungen kommt es zu stundenlangen Stromausfällen, teils bis zu 20 Stunden täglich. Besonders betroffen sind Regionen außerhalb der Hauptstadt Havanna, während touristische Zentren bevorzugt versorgt werden.
Lebensmittel sind für viele Menschen kaum noch leistbar. Staatliche Rationen reichen oft nicht aus, und auf dem Schwarzmarkt liegen die Preise weit über dem Einkommen vieler Haushalte. Auch der Weg zur Arbeit wird durch Treibstoffmangel erschwert, viele Menschen legen lange Strecken zu Fuß zurück.
Das Gesundheitssystem arbeitet unter extremem Druck. Es fehlt an Medikamenten, Personal und grundlegender Ausstattung, wodurch selbst notwendige Operationen häufig nicht durchgeführt werden können. Gleichzeitig steigt das Risiko von Krankheiten, da Müllentsorgung und Hygiene unter der Krise leiden.
Auch Bildung und Tourismus sind betroffen. Schulen verkürzen Unterrichtszeiten, Universitäten schließen zeitweise oder weichen auf schwer umsetzbaren Online-Unterricht aus. Der Tourismus, einst eine zentrale Einnahmequelle, ist stark zurückgegangen, was die wirtschaftliche Lage zusätzlich verschärft.
Trotz wachsender Unzufriedenheit bleibt offener Protest selten. Viele Menschen sehen ihre Zukunftsperspektiven schwinden, insbesondere junge Kubanerinnen und Kubaner denken zunehmend über Auswanderung nach.
APA/Red.