Österreich bremst beim Windkraft-Ausbau

Während weltweit so viel Windkraft wie nie zuvor errichtet wird, verzögern lange Genehmigungsverfahren in Österreich zahlreiche Projekte.

15.06.2026 10:26
red04
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Zum Internationalen Tag des Windes weist die oekostrom AG auf die wichtige Rolle der Windenergie für Versorgungssicherheit, stabile Strompreise und die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieimporten hin. Während der weltweite Ausbau der Windkraft 2025 deutlich zulegte, bleibt Österreich hinter den internationalen Entwicklungen und den eigenen Klimazielen zurück.

Weltweit wurden im vergangenen Jahr rund 165 Gigawatt neue Windkraftleistung installiert. In Österreich stieg die installierte Leistung hingegen nur moderat an. Dabei wären die Voraussetzungen für einen rascheren Ausbau vorhanden: Projekte mit einer Leistung von rund 3.500 Megawatt befinden sich bereits in Genehmigungsverfahren.

Branchenvertreter sehen vor allem langwierige Behördenverfahren, einen unzureichenden Netzausbau und politische Unsicherheiten als zentrale Hindernisse. Nach Ansicht der oekostrom AG trägt die Verzögerung beim Ausbau erneuerbarer Energien dazu bei, dass die Strompreise in Österreich höher bleiben als in einigen Nachbarländern.

Besonders im Winter leistet Windenergie einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung. Gemeinsam mit Photovoltaik und Speichersystemen gilt sie als wesentlicher Baustein für ein stabiles und nachhaltiges Energiesystem.

Als Beispiel für eine rasche Umsetzung verweist die oekostrom AG auf ein Windparkprojekt in Deutschland, das gemeinsam mit Green Planet Energy realisiert wurde. Dort konnten die Anlagen innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit errichtet werden. Die Branche fordert daher auch in Österreich schnellere Genehmigungsverfahren und bessere Rahmenbedingungen für Investitionen in die Windkraft.

APA/Red.

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