PV-Förderung: 41.322 Anträge in zwei Wochen

Die hohe Nachfrage nach PV-Förderungen soll zu einem neuen Modell führen, das Stromspeicher und intelligentes Energiemanagement stärker berücksichtigt.

27.10.2026 9:42
red04
© Roy Buri / Pixabay
An die Stelle der klassischen Investitionsförderung für Photovoltaikanlagen soll ein Speichersystembonus treten.

41.322 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 192 Mio. Euro gingen beim letzten Fördercall für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher 2026 ein. Damit wurde das verfügbare Budget deutlich überschritten, wie Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) am Samstag mitteilte. Die Antragsfrist lief von 8. bis 22. Oktober. Nun werden die Einreichungen auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft. Die Vergabe richtet sich nach den geltenden Förderbedingungen und Reihungskriterien. Zehetner sieht die hohe Nachfrage als Anlass, das Fördersystem neu aufzustellen. Wenn die verfügbaren Mittel rasch ausgeschöpft sind, entscheide vor allem die Geschwindigkeit beim Einreichen. Künftig soll die Förderung mehr Planungssicherheit bieten und den Nutzen für das Energiesystem stärker berücksichtigen.

Neues Modell setzt auf Stromspeicher

Das bisherige Windhundprinzip soll durch ein kontinuierliches, antragsbasiertes Modell ersetzt werden. An die Stelle der klassischen Investitionsförderung für Photovoltaikanlagen soll ein Speichersystembonus treten. Dieser soll sowohl neue Stromspeicher als auch die Nachrüstung bestehender PV-Anlagen unterstützen. Voraussetzung soll ein intelligentes Energiemanagementsystem sein, das Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abstimmt und einen systemdienlichen Betrieb ermöglicht. Haushalte sollen ihren selbst erzeugten Solarstrom dadurch gezielter nutzen können.

Neue Förderung noch in Abstimmung

Für den abgeschlossenen Fördercall waren ursprünglich nur 8 Mio. Euro vorgesehen. Durch Restmittel aus früheren Förderrunden standen schließlich 38,5 Mio. Euro zur Verfügung. Projekte mit Speicher, die diesmal keine Förderung erhalten, sollen im neuen System erneut einreichen können, sofern sie ab dem 1. November 2026 in Betrieb genommen werden. Die Neuausrichtung befindet sich derzeit in politischer Abstimmung und soll so rasch wie möglich ins Parlament kommen. Für die Umsetzung ist eine Zweidrittelmehrheit im Nationalrat erforderlich.

(APA/red)

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