Solarausbau verliert an Tempo
Rückgang bei neuen Anlagen im ersten Quartal.
Der Ausbau von Solarstromanlagen in Deutschland hat zu Jahresbeginn nachgelassen. Im ersten Quartal sank die neu installierte Leistung im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf rund 3,5 Gigawatt, wie Auswertungen auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur zeigen.
Besonders deutlich fiel der Rückgang im Gebäudebereich aus. Bei privaten Hausanlagen ging die neu installierte Leistung um 21 Prozent auf 0,85 Gigawatt zurück. Noch stärker betroffen war das Gewerbedachsegment, das ein Minus von 33 Prozent auf 0,6 Gigawatt verzeichnete. Auch bei Balkonkraftwerken zeigte sich ein leichter Rückgang.
Abgemildert wurde die Entwicklung durch ein Wachstum bei großen Freiflächenanlagen. In diesem Segment stieg die neu installierte Leistung um 20 Prozent auf knapp 2 Gigawatt und verhinderte so einen stärkeren Gesamtrückgang.
Branchenvertreter warnen vor weiteren Kürzungen bei der Förderung und fordern verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen. Zwar wird kurzfristig mit einer leichten Belebung der Nachfrage gerechnet, etwa durch die aktuelle Energiekrise und vorgezogene Investitionen. Langfristig sei jedoch ein kontinuierlicher Ausbau erneuerbarer Energien entscheidend, um die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern und stabile Energiepreise zu sichern.
APA/Red.

