Umweltindustrie und Politik stärken Standort Österreich

Politik und Industrie wollen die heimische Umwelt- und Energietechnikbranche durch engere Zusammenarbeit und klare Rahmenbedingungen langfristig stärken.

16.06.2026 11:17
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Österreichs Umweltminister Norbert Totschnig und Vertreter der Umwelt- und Energietechnikbranche haben in Wien eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Politik und Industrie zu vertiefen und Österreich als Standort für Umwelttechnologien weiter auszubauen.

Im Zentrum der Kooperation steht ein regelmäßiger Austausch zwischen den Beteiligten, um gemeinsame Maßnahmen zur Stärkung der Branche zu entwickeln und deren internationale Sichtbarkeit zu erhöhen. Die Vereinbarung ist vorerst bis Ende 2028 angesetzt, eine Verlängerung ist möglich. Konkrete Projekte oder finanzielle Details wurden nicht festgelegt.

Totschnig betonte, dass Innovation und Klimaschutz gemeinsam gedacht werden müssten, um wirtschaftliche Stärke und nachhaltiges Wachstum zu sichern. Voraussetzung dafür sei, dass industrielle Wertschöpfung im Land gehalten und der Umbau hin zu einer kreislauforientierten Wirtschaft vorangetrieben werde.

Die Umwelt- und Energietechnikbranche gilt bereits jetzt als bedeutender Wirtschaftsfaktor. Rund 3.300 Unternehmen beschäftigen knapp 60.000 Menschen und erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 21 Milliarden Euro. Ein großer Teil der Produktion wird exportiert.

Vertreter der Industrie fordern klare und verlässliche Rahmenbedingungen, um Investitionen und Innovationen zu fördern. Eine neu gegründete Plattform der Industriellenvereinigung soll künftig industriepolitische Vorschläge bündeln und die Interessen der Branche stärker vertreten.

Auch Fördermittel für Umweltmaßnahmen bleiben trotz Sparvorgaben auf stabilem Niveau. Sie sollen insbesondere für den Austausch fossiler Heizsysteme und thermische Sanierungen eingesetzt werden. Ziel ist eine effizientere und planbare Vergabe, um Haushalte und Unternehmen gleichermaßen zu unterstützen.

APA/Red.
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